Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 04.04.2019


Bezirk Landeck

Urlaubsanreise per Bahn ist in St. Anton im Kommen

Bei einem Treffen wurden in St. Anton Projekte zur Bahnanreise auf Schiene gebracht.

Im Zuge der WM 2001 wurde in St. Anton die Bahn verlegt.

© SchranzIm Zuge der WM 2001 wurde in St. Anton die Bahn verlegt.



St. Anton – „Der Trend geht eindeutig in Richtung Anreise mit der Bahn“, bestätigt der St. Antoner Tourismusdirektor Martin Ebster, der seine Heimatgemeinde und seinen Arbeitsort in einer ausgezeichneten Ausgangsposition sieht: „Unser Bahnhof befindet sich im Zentrum, zum Skigebiet sind es nur wenige Gehminuten.“ Kürzlich trafen sich in der Tourismusgemeinde die Mobilitätspartner, unter anderem Vertreter der österreichischen, der deutschen und der Schweizer Bahnen, des VVT und der Tirol Werbung, um Angebote zur komfortablen Anreise per Bahn und neue Projekte zu besprechen. Gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen möchte St. Anton am Bahnhof ein Servicecenter installieren, wo unter dem Schlagwort „Die letzte Meile“ die Transfers zu den Unterkünften organisiert sowie Tickets verkauft und sogar Unterkünfte gebucht werden könnten. Dabei würden die Elektromobilität eine große Rolle spielen, ist Ebster überzeugt.

Für die Anreise der Gäste und Mitarbeiter des Tourismusortes würde sich Ebster allerdings Verbesserungen wünschen. St. Anton und Langen wechseln sich derzeit bei den Zugstopps ab. „Das sorgt für Irritationen bei den Bahnreisenden“, betont der TVB-Direktor. Dem Bestreben, die Anreise der Gäste per Bahn aus Gründen des Komforts und des steigenden Umweltgedankens auszubauen, stehe der Arlberg-Ort positiv gegenüber. Gespräche mit den Mobilitätspartnern seien deshalb sinnvoll.

„Als unser Land im Jänner mit großen Schneemengen gesegnet wurde und vor allem die ausländischen Medien Horrorszenarien entwarfen, hat es bei der Deutschen Bahn immense Steigerungen gegeben. Das zeigt, dass die Bahn als krisensicherer Mobilitätspartner gilt“, so der Ischgler Tourismusdirektor Andreas Steibl, der ebenfalls an der Tagung teilnahm. Die Bahn als komfortables Anreisemittel werde an Bedeutung gewinnen, Nachhaltigkeit und Ökologie stehen im Vordergrund. Außerdem sei man gefordert, der Entwicklung Rechnung zu tragen, wonach vor allem viele Menschen im städtischen Bereich ohne Auto auskommen. (psch)