Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 11.04.2019


Bezirk Imst

Lärm auf Umfahrung ist Thema im Imster Stadtgemeinderat

Die jüngste Arbeitssitzung des Imster Stadtgemeinderates verlief ohne größeren Diskussionsbedarf. Durch die (Oppositions-)Bank herrschte Einigkeit bei sämtlichen Änderungen.



Von Thomas Parth

Imst – Die jüngste Arbeitssitzung des Imster Stadtgemeinderates verlief ohne größeren Diskussionsbedarf. Durch die (Oppositions-)Bank herrschte Einigkeit bei sämtlichen Änderungen des jeweiligen Bebauungsplanes bzw. bei den nötigen Umwidmungen.

Die Stapfvilla, in welcher die Landesmusikschule untergebracht ist, bekommt durch die Zustimmung der Anrainer neue Fluchtwege. Die neue Tarifordnung der Feuerwehr wurde einstimmig von den Mandataren abgesegnet, obwohl hier das Thema Tierrettung zunächst Fragen aufwarf. „Was ich nicht einsehe, ist, wenn die Feuerwehr Katzen vom Baum herunterholt“, merkte StR Friedrich Fillafer an. Dies wollte Ersatzgemeinderat und Zugskommandant der Stadtfeuerwehr, Klaus Friedl, allerdings nicht unkommentiert stehen lassen: „Wenn die Meldung eintrifft, wir zum Einsatz kommen, die Familie mit zwei Kindern da steht, die Katze am Baum, dann kannst du auch nicht sagen, ich fahre wieder.“ Stattdessen solle man das Augenmerk auf den mit 90 Prozent sehr hohen Anteil an Fehlalarmen legen, gab Friedl zu bedenken.

Verkehrsreferent Heinrich Gstrein legte die einstimmig empfohlene Vorgangsweise zur Verlegung des Behindertenparkplatzes vor. Der Parkplatz vor der Bezirkshauptmannschaft werde zur städtischen Hörmann-Galerie verlegt. Am Ende der Josef-Kopp-Straße wird ein Schild „Umkehrplatz“ sowie ein „Halten und Parken verboten“-Schild aufgestellt, ebenso wie, zur Sicherung des Schulweges, in der Franz-Xaver-Renn-Straße.

Umweltreferent Norbert Praxmarer weist auf die Sommer-Öffnungszeiten des Recycling-Hofes hin, der seit 1. April abends geöffnet ist. Die Bemühungen der Stadt als e5-Gemeinde würden greifen: „Seitdem wir die Beleuchtung auf LED umstellen, hat sich der Stromverbrauch fast halbiert!“ Der Stromverbrauch der Gratis-E-Tankstelle vor dem Stadtamt lag im ersten Jahr 2017 noch bei 4200 kWh. Und 2018 bereits bei 14.600 kWh. „Eine tolle Steigerung“, freut sich der Imster Gemeinderat Praxmarer über steigende Nachfrage.

Grünen-Mandatar Helmut Knabl forderte eine Stellungnahme des Bürgermeisters zur Lärmentwicklung auf der Umfahrungsstraße ein. BM Weirather lieferte diese: „Es gibt eine Lärmkarte des Bundes. Diese weist für die Umfahrung sehr hohe Werte aus. Ich sehe das so: Wenn binnen vier, fünf Jahren der Tschirganttunnel realisiert wird, haben wir das Problem nicht mehr.“ Ansonsten müsse man, nicht zuletzt wegen der jährlichen Verkehrszunahme, um bis zu 6 Prozent, eine Einhausung der Umfahrung andenken.