Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 30.08.2019


Innsbruck

Nächste Welle von E-Scootern rollt in Innsbruck an

Der nächste Betreiber rollt auf Innsbruck zu. Bisher gibt es kaum Probleme mit den E-Scootern in Innsbruck.

© Thomas Boehm / TTDer nächste Betreiber rollt auf Innsbruck zu. Bisher gibt es kaum Probleme mit den E-Scootern in Innsbruck.



Sie gehören mittlerweile zum Stadtbild. Elektro-Roller, neudeutsch E-Scoote­r genannt, die begeisterte Nutzer von A nach B bringen; und dann und wann auch den Weg am Gehsteig verstellen. Wer geglaubt hat, dass mit zwei Anbietern in Innsbruck und damit 300 E-Scootern der Markt gesättigt ist, der sieht sich getäuscht. Wohl schon in den kommenden Tagen wird mit „Hive" der nächste Anbieter auf die Stadt zurollen. Bisher sind die Erfahrungen im Magistrat keine schlechten. Das Maßnahmenpaket, das gewisse Reglementierungen vorsieht, wirke. Und wird von anderen Städten übernommen.

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Die zuständige Stadträtin Uschi Schwarzl sieht die Situation etwas zwiespältig. „Man muss hier die ökologische Frage von jener der Zusammenarbeit mit den Betreibern trennen. Wir haben momentan keine Handhabe — weder aus ökologischen Gründen noch aus rechtlicher Sicht —, die Scooter zu untersagen." Die sind vom Bundesgesetzgeber Fahrrädern gleichgestellt und „wir dürfen deshalb lokal keine Schlechterbehandlung der Scooter gegenüber Fahrrädern machen". Schwarzl hält das für eine Regelung, die sich die nächste Bundesregierung gut überlegen müsse, weil die ökologische Bilanz der Scooter „alles andere als überzeugend" sei. Auf die Stadt bezogen meint die Grünen-Stadträtin: „Ich kann nur sagen, dass die Betreiber kooperativ sind, unsere Spielregeln großteils eingehalten werden und den Betreibern gemeldete Missstände binnen kurzer Zeit behoben werden. Also unter den vom Bund vorgegebenen Umständen haben wir in Innsbruck einen Wildwuchs verhindert und eine Basis für eine gute Zusammenarbeit mit den Betreibern geschaffen."

Die Stadt Linz zieht jetzt erst nach einigen Monaten nach und lehnt dies am Innsbrucker Modell an. „Wenn der Bund einen Weg findet, Fahrräder wieder gegenüber Scootern zu bevorzugen und damit der unterschiedlichen Ökobilanz der beiden Fahrzeuge Rechnung zu tragen, dann sagen wir nicht Nein dazu." (TT)