Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 09.09.2019


Bezirk Kufstein

Von Wörgl nach Angerberg: Lücke im Radwegnetz ist geschlossen

Der Radweg von Wörgl nach Angerberg wurde entschärft und ausgebaut. Für eine Weiterführung nach Angath sieht es aber schlecht aus.

Baubezirksamtsleiter Erwin Obermaier, BM Hedi Wechner, BM Walter Osl, BM Josef Haaser und TVB-GF Stefan Astner (v. l.) bei der Eröffnung des neuen Radweges.

© EberharterBaubezirksamtsleiter Erwin Obermaier, BM Hedi Wechner, BM Walter Osl, BM Josef Haaser und TVB-GF Stefan Astner (v. l.) bei der Eröffnung des neuen Radweges.



Angerberg – Wer mit dem Fahrrad nach Angerberg fahren wollte, der scheiterte oftmals an der enormen Steigung nach der Innbrücke bei Wörgl. In den vergangenen Monaten wurde die Strecke entsprechend adaptiert, sodass die meisten Radfahrer diese nun auch bewältigen können.

Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Angerberg, Angath und Wörgl, sowie des TVB Hohe Salve. Seit Jahren schon kannte man die Problematik, zur Lösung kam es erst, als die Gemeinde Angerberg beschloss, einen Wegausbau auf Angather Gemeindegebiet vorzunehmen. „Ich bin dankbar, dass mein Kollege Walter Osl das gemacht hat. Da dies nur ganz wenige Bewohner von Angath betrifft, haben wir jahrzehntelang keine Mehrheit für einen Ausbau bekommen“, sagt der Angather Bürgermeister Josef Haaser. Er bedauert, dass der Radweg nach Angath nicht weitergeführt werden kann – „da schaut es ganz schlecht aus“ – betonte er. Aufgegeben hat er eine Sanierung allerdings noch nicht.

Das neue Teilstück des Radweges steigt nun gleich von der Innbrücke weg leicht an. „Die Baufirma hat tolle Arbeit geleistet. Man sieht kaum noch, dass hier vor Kurzem noch gearbeitet wurde“, schwärmt BM Walter Osl.

Wörgls Bürgermeisterin Hedi Wechner lobte die gemeinsame regionale Verbindung, die geschaffen wurde. Für die Angerberger ist es der kürzeste Weg, um nach Wörgl zu kommen. Die neue Radstrecke ist nun durchgehend asphaltiert und wurde auch mit Straßenlaternen versehen. Für TVB-GF Stefan Astner wurde eine „wichtige Lücke geschlossen“, um von der Stadt auf das Sonnenplateau zu kommen. Der Radweg ist aber auch ein Teilstück des Katwalk, des Weitwanderwegs durch die Kitzbüheler Alpen, der von vielen Bikern bewältigt wird.

Hauptgeldgeber dieses Ausbaus war das Land Tirol, insgesamt wurden dafür 130.000 Euro in die Hand genommen. „Wir haben dafür die höchstmögliche Förderung bekommen“, erklärte Erwin Obermaier, Leiter des Baubezirksamtes Kufstein. Der Rest wurde aufgeteilt auf den TVB Hohe Salve und die Gemeinden. (be)




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