Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 13.09.2019


Bezirk Schwaz

Behelfsbrücke für A12 bei Terfens wird abgerissen

Seit über einem Monat ist die eigens errichtete Behelfsbrücke für die A12 bei Terfens gesperrt. Neuerliche Schäden führen zum verfrühten Ende für die 1000-Tonnen-Brücke.

Die Behelfsbrücke (rechts) war zuletzt Anfang August befahrbar. Aufgrund von Schäden musste sie gesperrt werden. Links im Bild entsteht eines der beiden neuen Brückentragwerke.

© ASFINAGDie Behelfsbrücke (rechts) war zuletzt Anfang August befahrbar. Aufgrund von Schäden musste sie gesperrt werden. Links im Bild entsteht eines der beiden neuen Brückentragwerke.



Von Eva-Maria Fankhauser

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Terfens – Baustellen auf der Autobahn bereiten wohl niemandem Freude. Am allerwenigsten den Verkehrsteilnehmern. Doch jene Baustelle an der Terfener Innbrücke bringt immer mehr Lenker zur Verzweiflung. Täglicher Stau, teils lange Zeitverzögerungen und der zunehmende Ausweichverkehr durch die umliegenden Gemeinden lassen Autofahrer und Anrainer nur noch den Kopf schütteln.

Vor allem, als Mitte August nur eine Fahrspur statt zwei pro Richtung geöffnet war. Es folgte ein Verkehrskollaps – die TT berichtete. Grund war eine neue Spurführung, da an der extra errichteten Behelfsbrücke südlich der Autobahn Reparaturen anfielen. Wie lange die nötigen Schweißarbeiten dauern würden, konnte die Asfinag damals nicht näher sagen. Mittlerweile sind fünf Wochen vergangen und die Behelfsbrücke ist nach wie vor für den Verkehr gesperrt.

Und das soll laut Asfinag auch so bleiben. Denn als Übergangslösung wurden zwei Fahrspuren in Richtung Innsbruck und zwei in Richtung Kufstein über eines der alten Brückenelemente geführt. Die Geschwindigkeitsbeschränkungen mussten dafür deutlich gesenkt werden. „Bei einer vertieften Prüfung am Ende der Reparaturen stellte sich heraus, dass noch weitere Reparaturen notwendig geworden wären“, erklärt Asfinag-Pressesprecher Alexander Holzedl auf TT-Anfrage. Doch da die nächste Bauphase bereits anstehe und dafür die Behelfsbrücke laut Holzedl ohnehin abgetragen worden wäre, „haben wir uns dazu entschlossen, aus Gründen der Effizienz die vorhandene Verkehrsführung bis Mitte Oktober aufrecht zu lassen“. Eine neuerliche Umlenkung nach den weiteren Reparaturen hätte erneut zu Verkehrsverzögerungen geführt. „Deswegen hat die Asfinag bereits damit begonnen, die Behelfsbrücke abzubauen“, sagt Holzedl.

Die Gründe für die Schäden an der Brücke könne er nicht näher benennen. „Solche Schäden sind unvorhersehbar und meist mannigfaltig“, sagt Holzedl. Hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, dass die Behelfsbrücke eine Fehlplanung sei – das weist Holzedl zurück. „Zudem haben unsere Ingenieure und Ziviltechniker die Brücke permanent geprüft und evaluiert“, erklärt er.

Ab Mitte Oktober ist das erste der beiden Brückentragwerke befahrbar. Dann werden auch alle Fahrspuren vorübergehend dort geführt. Das Bauende 2021 sei trotz einer derzeit leichten Verzögerung aber noch in Reichweite.




Kommentieren


Schlagworte