Letztes Update am Mi, 18.09.2019 09:27

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Sturm legte Bahnverkehr im Norden Deutschlands lahm, Lage entspannt sich

Nach Sturmschäden auf mehreren Bahnstrecken in Norddeutschland entspannt sich die Lage nach einer chaotischen Nacht bei der Deutschen Bahn wieder.

(Symbolfoto)

© dpa(Symbolfoto)



Berlin – Wegen Sturmschäden auf mehreren Bahnstrecken sind 200 Reisende in der Nacht auf Mittwoch in Hannover gestrandet in Zügen übernachtet. Die Deutsche Bahn habe dafür zwei ICEs mit insgesamt 1400 Plätzen zur Verfügung gestellt, sagte ein Sprecher des Unternehmens.

Indessen hat sich die Lage wieder entspannt auch wenn es immer noch zu Behinderungen kommt. Zwischen Hannover und Bremen laufe der Regionalverkehr aber wieder, wenn auch auf eingleisiger Strecke.Die Strecke Hannover – Hamburg ist laut Bahn ebenfalls wieder eingleisig befahrbar. „Hier verkehren sowohl die Züge des Fernverkehrs als auch des Regionalverkehrs“, sagte die Sprecherin. Für beide Strecken behalten laut Bahn alle Fernverkehrsfahrkarten für Dienstag und Mittwoch ihre Gültigkeit und können kostenfrei storniert oder bis eine Woche nach Störungsende zeitlich flexibel genutzt werden. Dies gelte auch für zuggebundene Fahrkarten.

Nach Angaben der Bahn sollen alle betroffenen Strecken am Nachmittag wieder frei sein. Erst dann könnten alle Züge wieder nach Fahrplan fahren.

Auch in Kassel-Wilhelmshöhe und Hamburg standen Züge für Passagiere zur Übernachtung bereit, wurden aber nicht in Anspruch genommen. Derweil harrten 300 Menschen über Stunden in einem ICE bei Nienburg wegen eines Oberleitungsschadens auf dem Weg nach Hamburg aus. Gegen 23 Uhr war der von Chur aus der Schweiz kommende Zug nach Hamburg teilweise evakuiert worden. 150 Menschen wurden mit drei Bussen nach Hannover gefahren. Die restlichen Fahrgäste mussten zweieinhalb Stunden im Zug auf die Weiterfahrt warten.

Besonders im Norden und Nordosten Deutschlands war der Zugverkehr am Dienstagabend und Mittwochfrüh gestört. Passagiere hätten auf andere Züge ausweichen müssen, Bäume, Unrat und Teile abgedeckter Dächer seien in den Gleisen gelegen und Oberleitungen beschädigt worden, hieß es. Die Strecke Hannover-Bremen war zeitweise gesperrt. Der Zugverkehr zwischen Hamburg und Bremen wurde über eine Güterzugstrecke umgeleitet. Auch auf der Strecke Hamburg-Hannover hatte es über mehrere Stunden große Probleme gegeben. (APA/dpa, TT.com)




Kommentieren


Schlagworte