Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 21.09.2019


Innsbruck

Neue Regeln für die Biker in der Hungerburgbahn

Das Mitnahmeverbot für alle Fahrräder von 10 bis 15 Uhr bleibt bestehen. Die geänderten Transportzeiten decken sich bei den Downhillern mit den beliebtesten Nutzungszeiten des Arzler Alm- und Hungerburgtrails.

Für die Downhiller gelten künftig neue Regeln, wenn sie mit der Hungerburgbahn auf den Berg wollen. (Symbolfoto)

© Andreas RottensteinerFür die Downhiller gelten künftig neue Regeln, wenn sie mit der Hungerburgbahn auf den Berg wollen. (Symbolfoto)



Innsbruck – Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern in der Hungerburgbahn gab es schon länger. Nach einem Vorfall mit einem tätlichen Angriff gegen einen Mitarbeiter zog die Bahn dann im Juni die Notbremse. Zwischen 10 und 15 Uhr herrschte danach ein Verbot für Radtransporte – speziell für Downhillbikes.

Nun vermeldet die Bahn in einer Aussendung ein „positives Ergebnis“. Man habe die Aufgabenstellung zur Zufriedenheit aller Beteiligten lösen können, freute sich Geschäftsführer Thomas Schroll. Im Detail sieht die Lösungsvereinbarung folgendermaßen aus: Das Mitnahmeverbot für alle Fahrräder von 10 bis 15 Uhr bleibt bestehen. Gerade in dieser Zeit kam es zu den meisten Konflikten. Die geänderten Transportzeiten decken sich bei den Downhillern mit den beliebtesten Nutzungszeiten des Arzler Alm- und Hungerburgtrails. „Hauptsächlich werden die Trails ab 16 Uhr entsprechend stark frequentiert“, erklärt Schroll. Nach wie vor muss berücksichtigt werden, dass die Hungerburgbahn von Beginn an nicht auf den Downhill-Sport ausgelegt war.

Eine Ausnahmeregelung wird für alle Anwohner der Hungerburg angeboten. Gegen Vorlage eines Meldezettels an den Kassen der Hungerburgbahn erhalten diese einen Anwohnerausweis. Mit diesem wird das Fahrrad zu jeder Tageszeit mit der Hungerburgbahn transportiert. Auch die Förderkapazität konnte erhöht werden. Pro Kabine können drei Räder befördert werden.

Für 2020 kündigt Schroll unterdessen an, dass Rad-Transporte auf Hungerburg und Seegrube kostenpflichtig werden sollen. (TT)