Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 16.11.2019


Bezirk Schwaz

Mehrheitlich beschlossen: Fügens Zentrum wird 30er-Zone

Bedingung für einen geplanten 40er ist, dass es auch Tempo-30-Zonen in Fügen geben müsse.

Die Gemeinde Fügen wird zur Tempo-40-Zone, im Ortskern sollen künftig nur noch maximal 30 km/h erlaubt sein.

© Thomas BöhmDie Gemeinde Fügen wird zur Tempo-40-Zone, im Ortskern sollen künftig nur noch maximal 30 km/h erlaubt sein.



Von Angela Dähling

Fügen – Der Großteil der Bevölkerung hält sich in Fügen an das vorgeschriebene Tempo­limit von 50 km /h. Das haben Messungen ergeben. Es gibt allerdings ein paar schwarze Schafe, die eklatant zu schnell durch den Ort fahren. Von Einbremsen durch Hügel im Asphalt oder Verkehrsinseln nimmt man Abstand. Stattdessen wurde nach Vorlage eines Verkehrgutachtens am Mittwoch im Gemeinderat mehrheitlich (eine Gegenstimme, zwei Enthaltungen) beschlossen, die Hochgeschwindigkeit von 50 auf 40 km/h zu senken – wirksam, sobald die entsprechenden Verkehrsschilder stehen, was bis Februar dauern dürfte. Ausnahme bilden die Landesstraßen und die Verbindungsstraße nach Kapfing/Kleinboden.

„Im Großteil des Ortes kann man ohnehin nicht schneller fahren“, meint Bürgermeister Dominik Mainusch. Ziel sei es, den Ortskern gemütlicher zu machen und damit mehr Augenmerk auf den flanierenden Fußgänger zu legen. Die Temporeduktion ist laut Mainusch Teil der Revitalisierungsstrategie, deren Schwerpunkt die Neugestaltung des Schlossparks und der Bau der darunterliegenden Tiefgarage ist. Bedingung für den 40er sei, dass es auch Tempo-30-Zonen geben müsse. Der Ortskern soll künftig zu einer solchen werden, ebenso die Straße bei einer Wohnsiedlung in Kleinboden.

Die Geschwindigkeiten sollen auch kontrolliert werden. Und zwar durch Gemeindepolizisten. „Eine Gemeindepolizei ist angesichts der Größe unserer Gemeinde längst überfällig. Nicht nur wegen der Überwachung des Verkehrs, sondern auch zur Eindämmung von Parkproblemen oder nächtlichen Lärmbelästigungen“ erklärt Mainusch. Politisch hat man sich bereits darauf verständigt, installiert werde sie aber frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2020.