Letztes Update am Do, 01.05.2014 09:53

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Verkehr

Stadtrad als Pilotversuch für ganz Tirol

In Innsbruck wurde gestern ein städtisches Radverleihsystem mit 300 Rädern und 14 Terminals aus der Taufe gehoben.



Innsbruck – Zugegeben, ein bisschen Übung ist notwendig, um eines der 300 Leihräder von den übers Stadtgebiet verstreuten 14 Schließ-Terminals loszueisen. Aber letztlich haben dies gestern auch LHStv. Ingrid Felipe, Vize-BM Sonja Pitscheider und IVB-Chef Martin Baltes geschafft. Und fuhren anlässlich der öffentlichkeitswirksamen Inbetriebnahme des städtischen Radverleihsystems „Stadtrad“ gleich eine Proberunde.

Als „Meilenstein“ für Innsbruck und gleichzeitig als Probebetrieb für die Ausdehnung auf weitere Bezirksstädte sehen Felipe und Pitscheider keine zusätzliche Konkurrenz für den öffentlichen Nahverkehr. Eher schon eine „sinnvolle Ergänzung“. In einer Ausschreibung hatte sich die Firma „nextbike“ durchgesetzt. Europaweit betreibt sie mit demselben System an die 18.000 Verleihräder. In Innsbruck mussten 170.000 Euro investiert werden, der jährliche Betrieb schlägt mit 70.000 Euro zu Buche. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt, dann wird evaluiert.

Und wie funktioniert’s? Zu Beginn ist eine einmalige Registrierung als „Stadtrad“-Kunde notwendig. Dies erfolgt entweder direkt an der Verleihstation, im Internet, per Telefon oder im IVB-Kundencenter. Das Ausleihen selbst funktioniert dann via Handy-App, Kundenkarte oder Telefonanruf. Wer eine Jahresgebühr (25 €) zahlt, kann die erste halbe Stunde gratis radeln. Wer dies nicht will, hat für die erste halbe Stunde einen Euro zu zahlen. Mehr Infos gibt’s unter www.stadtrad.ivb.at. (mami)




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