Letztes Update am Mo, 07.12.2015 18:01

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wetter

Mindestens zwei Tote bei Hochwasser in Großbritannien

Allein in Cumbria standen nach Schätzungen der Polizei zwischen 5000 und 6500 Häuser unter Wasser.

In Nordengland gab es erneut Überschwemmungen.

© APA/EPA/CUMBRIA POLICE/HANDOUTIn Nordengland gab es erneut Überschwemmungen.



London – Schwere Stürme und Hochwasser in Großbritannien haben mindestens zwei Tote gefordert. Im Fluss Kent im Cumbria-County in Nordwestengland wurde am Montag die Leiche eines älteren Mannes gefunden, wie die Polizei berichtete. Er sei bereits am Sonntag in den Fluss gestürzt. Bereits am Samstag war ein erstes Opfer der Unwetter gemeldet worden: Eine Windböe hatte in London einen 90-Jährigen gegen einen fahrenden Bus gedrückt.

Allein in Cumbria standen nach Schätzungen der Polizei zwischen 5000 und 6500 Häuser unter Wasser. Mancherorts stand das Wasser hüfthoch in den Straßen, Einwohner wurden mit Booten in Sicherheit gebracht. Soldaten unterstützen die Helfer. Einige Krankenhäuser und Schulen blieben geschlossen, Straßen und Bahnverbindungen blieben durch Hochwasser oder Erdrutsche unterbrochen.

Besonders vom Sturm „Desmond“ betroffen, der bereits seit Freitag wütete, sind weite Teile Schottlands, Nordenglands sowie Wales. Zwar gingen die Fluten am Montag vielerorts bereits zurück, doch nach wie vor waren Hunderte haushalte ohne Strom. Auch der britische Premierminister David Cameron besuchte am Montag überschwemmte Gebiete im Norden. (dpa)