Letztes Update am Fr, 10.08.2018 09:48

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sommergewitter

Starkes Unwetter legte Verkehr in Teilen Deutschlands lahm

Sommergewitter haben am Donnerstag weite Teile Deutschlands heimgesucht. Mehrere Menschen wurden durch umgestürzte Bäume verletzt. Die Bahn kämpfte noch in der Früh mit Störungen im Norden des Landes.

© dpa/APA/BockwoldtFeuerwehrleute zersägen im Hamburger Stadtteil Lohbrügge nach einem Unwetter einen auf einem Auto liegenden Baum.



Offenbach, Berlin – Mit orkanartigen Böen ist Gewittertief „Nadine“ am Donnerstag über Deutschland hinweggefegt. Mehrere Menschen wurden durch umgestürzte Bäume verletzt. Zentrale Strecken im Bahn-, Straßen-, und Flugverkehr waren betroffen. Besonders heftig war der Sturm im Raum Hannover und an der Nordsee, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am frühen Freitagmorgen sagte.

An der Küste seien Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern gemessen worden. Bis zum Freitagmorgen waren die ICE-Trassen Hannover-Hamburg-Kiel, Bremen-Hamburg sowie Osnabrück-Löhne gesperrt, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Wie lange die Störungen andauern würden, war zunächst noch unklar. Auf den übrigen Fernverkehrsstrecken würden die Züge teilweise umgeleitet.

Ein Blitz schlägt in Niedersachsen hinter einem Feld mit Windrädern ein.
- dpa/APA/Stratenschulte

Wegen der Gewitterfront war am Donnerstagnachmittag an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt für etwa eine halbe Stunde der Betrieb eingestellt worden. Etwa ein Zehntel der mehr als 1500 geplanten Starts und Landungen fiel aus. Auch in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland knickte der Sturm Bäume um und sorgte für Verkehrsbehinderungen.

In Berlin wurden die Besucher der Leichtathletik-EM am Abend dazu aufgerufen, wegen des aufziehenden Gewitters zunächst im Olympiastadion zu verharren. „Bitte bleiben Sie hier, das ist der sicherste Ort für sie“, hieß es am Ende der Veranstaltung. Kurz nach 22.30 Uhr hatten jedoch fast alle Zuschauer bei nachlassendem Regen die Tribünen verlassen. (APA/dpa)