Letztes Update am So, 09.12.2018 12:56

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wetter

Ein Meter Neuschnee erwartet: Jetzt kommt der Winter nach Tirol

Noch rechtzeitig vor Weihnachten kündigt sich der Winter in Tirol an. Eine Kaltfront sorgt für Schneefall. Bis Mitte der Woche könnte etwa am Arlberg bis zu ein Meter Neuschnee zusammenkommen.

© Thomas BöhmFür die neue Woche prognostizieren die Meteorologen viel Neuschnee in Tirol.



Innsbruck – Der bisherige Dezember verlief in Tirol äußerst mild und zeitweise nass, Schnee war nur auf den Bergen oberhalb von rund 2000 Metern ein Thema. Doch das ändert sich:

Am Sonntag zieht ein Tief über die Alpen. Ab Mittag wird es sukzessive kälter, sodass am Abend bis auf rund 1000 Meter, in der Nacht dann allmählich bis auf 700 Meter Schnee fällt. Zudem intensiviert sich immer mehr der Niederschlag. „Allein in der Nacht auf Montag muss man etwa am Arlberg mit einem guten halben Meter Neuschnee rechnen“, so Meteorologe Manfred Spatzierer vom Wetterdienst Ubimet. „Auch in den übrigen Nordstaulagen wird es bis Montagfrüh winterlich, oberhalb von 700 Meter sind 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee möglich.“ Dazu weht weiterhin kräftiger Westwind.

Neue Woche wird winterlich

Der Montag verläuft dann weiterhin winterlich. Schnee fällt allmählich bis in die Täler. Auch am Alpenhauptkamm kommen ein paar Zentimeter Neuschnee zusammen. Mit einer nordwestlichen Strömung stauen sich dichte Wolken entlang der Alpennordseite, dadurch regnet und schneit es häufig, so die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Der Niederschlagsschwerpunkt liegt im Nordstau der Alpen zwischen Vorarlberg und dem westlichen Niederösterreich. Die Schneefallgrenze bewegt sich tagsüber meist noch zwischen 500 und 800 Metern Seehöhe, bis zum Abend sinkt sie jedoch stellenweise bereits bis in noch tiefere Tallagen. Abseits des Berglands wechseln Sonnenschein und Wolken einander ab, dabei kommt es nur zu einzelnen Schauern. Der Wind bläst anhaltend und lebhaft bis stark aus West bis Nordwest. Frühtemperaturen: minus zwei bis plus fünf Grad, Tageshöchsttemperaturen: zwei bis acht Grad.

„Am Dienstag wird es noch kälter, dann ziehen selbst im Flachland Schneeschauer durch“, prognostiziert Spatzierer.

Am Mittwoch lässt Schneefall nach

Im Norden und Osten überwiegen am Mittwoch weiterhin oft die Wolken und es ist noch mit etwas Schneefall, in tiefen Lagen auch mit Schneeregen zu rechnen. Am meisten schneit es an der Alpennordseite. Erst im Laufe des Nachmittages kommt wieder etwas die Sonne hervor. Weiter im Westen und auch im Süden scheint hingegen oft die Sonne.

Insgesamt lässt der Schneefall aber immer mehr nach und klingt von Westen her bis zur Wochenmitte ab. In schneebedeckten Alpentälern im Westen hat es teils unter minus zehn Grad, sonst liegen die Frühtemperaturen bei minus fünf bis plus zwei Grad. Am Tag zeigt das Thermometer maximal minus drei bis plus vier Grad.

Bis zum Ende der Ereignisse kommt in den Skidestinationen etwa am Arlberg gut ein Meter Neuschnee zusammen, aber auch sonst ist in den Nordstaulagen bis zu einem halben Meter Neuschnee möglich.

Ab Donnerstag wieder sonniger

Am Donnerstag ist es im Westen und Südwesten dann durchwegs sonnig. Überall sonst scheint laut ZAMG-Prognose die Sonne nur zeitweise. Es halten sich Restwolken und Hochnebelfelder und tagsüber breiten sich im Osten auch nochmals Quellwolken aus. Dabei bleibt es aber niederschlagsfrei. Der Wind weht meist nur schwach und dreht auf Ost bis Nord mit Frühtemperaturen von minus zwölf bis minus ein Grad und Tageshöchstwerten von minus drei bis plus drei Grad.

Über den Niederungen startet der Freitag mit Nebel und Hochnebel, sonst ist es sonnig. Im Tagesverlauf überziehen von Südwesten her dann auch ausgedehnte Wolkenfelder den Himmel. Abends kann es im Südwesten auch ein wenig schneien. Der Wind weht im Osten mäßig aus Ost bis Südost, sonst ist es windschwach. Minus zehn bis minus zwei Grad hat es in der Früh, am Tag maximal minus drei bis plus ein Grad. (TT.com, APA)


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