Letztes Update am Fr, 14.12.2018 15:46

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wetter

Eisige Kälte, dann etwas Neuschnee: So wird das Wochenende in Tirol

Auch am dritten Advent stehen Dauerfrost und klare Nächte in Tirol auf dem Programm. Am Sonntag kommt dann auch wieder etwas Neuschnee hinzu.

Ein Blick auf das winterliche Seefeld.

© Marco PircherEin Blick auf das winterliche Seefeld.



Innsbruck – Das dritte Adventwochenende verläuft in Tirol weiterhin winterlich kalt. Am Freitag war Innsbruck mit minus zehn Grad die kälteste Landeshauptstadt Österreichs. Tannheim war am Donnerstag mit minus 19 Grad der kälteste Ort Österreichs, dahinter folgten mit Galtür (-18,7 Grad) und St. Leonhard im Pitztal (-18,6 Grad) zwei weitere Tiroler Gemeinden.

Und auch am Samstag bleibt die Kälte in Tirol zu Gast. Nach einer bitterkalten Nacht mit Tiefstwerten von bis zu -20 Grad scheint zwar verbreitet die Sonne, aber auch tagsüber kommen die Temperaturen kaum mehr über den Gefrierpunkt hinaus.

Ein wenig Neuschnee am Sonntag

Am Sonntag dreht sich der Wetterverlauf um. Während sich im Osten zumindest zeitweise die Sonne zeigt, setzt in den Morgenstunden westlich von Innsbruck mit einer Warmfront Schneefall ein. „Dabei geht der Schneefall unterhalb von rund 1000 Meter bald in Regen über, sonst bleibt es meist bei Schnee“, sagt Ubimet-Meteorologe Manfred Spatzierer.

Wie sich der Montag gestaltet, ist aus derzeitiger Sicht noch ungewiss. Ein kleinräumiges Italientief könnte im Süden des Landes nochmals für ein wenig Neuschnee sorgen, allerdings ist diese Entwicklung noch mit großer Unsicherheit behaftet. Danach setzt sich wohl bis zumindest zum 4. Advent ruhiges Hochdruckwetter durch, wobei es ab der Wochenmitte vor allem auf den Bergen deutlich milder wird. „In den Niederungen hingegen steigen die Tageshöchstwerte nach einer jeweils frostigen Nacht nur in den zarten Plusbereich“, prognostiziert der Wetterexperte. „Somit stellt sich höchstens ein leichtes Tauwetter ein, in den schneereichen Regionen der Alpennordseite bleibt die Schneedecke bestehen.“

Sternschnuppen am Adventshimmel

Zahlreiche gelb-weiß leuchtende Sternschnuppen huschen derzeit über den vorweihnachtlichen Nachthimmel. Besonders viele Spuren des sogenannten Geminiden-Stroms sind in den Nächten auf Samstag und Sonntag zu sehen. „Sie sind nicht so auffällig wie die Perseiden (im August), aber ein bisschen heller“, sagt die deutsche Astronomin Carolin Liefke von der Vereinigung der Sternfreunde. Die frostigen Temperaturen dürften den geduldigen Blick in den dunklen Himmel etwas erschweren. Ansonsten ist mit einer sternenklaren Nacht zu rechnen.

Der Ursprung des Meteorschauers ist nach Darstellung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nicht zweifelsfrei geklärt. Ein Modell erkläre sie jedoch als kosmische Spur des Asteroiden „Phaeton“. Sternschnuppen entstehen dadurch, dass die Erde die Staubspur kreuzt, die ein Asteroid auf seiner Bahn hinterlässt. Insgesamt macht sich der Sternschnuppenstrom der Geminiden vom 6. bis 16. Dezember bemerkbar - vor allem zwischen 21 Uhr und 6 Uhr. (TT.com)