Letztes Update am Sa, 29.12.2018 14:17

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wetter

Chaos-Wetter weltweit: Schnee, Regen und Hitze zum Jahreswechsel

Australien schwitzt, heftiger Regen setzt den Philippinen zu, Nordindien ist eingeschneit. Und auch in Japan warnt die Regierung vor möglichen Naturkatastrophen. Zum Jahreswechsel setzt extremes Wetter den Menschen in etlichen Regionen der Welt zu. Verkehrschaos und zahlreiche Unglücksfälle sind die Folge.

In Japan warnte der Wetterdienst laut der Nachrichtenagentur Kyodo vor möglichen Schneestürmen und Störungen im Straßenverkehr zum Jahreswechsel.

© imago/Kyodo NewsIn Japan warnte der Wetterdienst laut der Nachrichtenagentur Kyodo vor möglichen Schneestürmen und Störungen im Straßenverkehr zum Jahreswechsel.



– AUSTRALIEN steuert mit einer Rekord-Hitzewelle und Temperaturen über 40 Grad Celsius auf Silvester zu. Nach Angaben des australischen Wetterdienstes vom Samstag soll es in den ersten drei Monaten des neuen Jahres weiter ungewöhnlich heiß bleiben. Im Schnitt liegen die Temperaturen demnach 10 bis 14 Grad über dem Normalwert für diese Jahreszeit. Grund für die andauernde Hitze sei ein Hochdruckgebiet über der Tasmansee zwischen Australien und Neuseeland, sagte die Meteorologin Sarah Fitton. Die Hitzewelle begann zu Weihnachten. Bislang war 2017 das drittheißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Den Klimabericht für 2018 veröffentlicht Australiens Wetterdienst erst im Januar.

Tausende suchen an den australischen Stränden nach Abkühlung.
Tausende suchen an den australischen Stränden nach Abkühlung.
- APA/AFP/PETER PARKS

In den USA erleben die Menschen heftige Schneestürme im Mittleren Westen sowie starke Regenfällen und Überschwemmungen im Süden und Osten. In Nord- und Süddakota, Nebraska und Minnesota fielen gut 30 Zentimeter Schnee bis zum Freitagmorgen (Ortszeit). In den südlichen Staaten Louisiana und Mississippi kamen rund 280 Millimeter Regen vom Himmel. Im östlichen Mississippi gab es Überschwemmungen. Mindestens sechs Menschen starben im Land in Verbindung mit den extremen Wetterbedingungen.

Heftige Schneestürme ziehen über die USA.
Heftige Schneestürme ziehen über die USA.
- imago/ZUMA Press

Auf östlichen PHILIPPINEN sind nach heftigen Regenfällen mindestens vier Menschen bei Erdrutschen ums Leben gekommen, während ein Erdbeben den Süden erschütterte. Bei den Unwetter-Opfern handele es sich um einen dreijährigen Jungen und seine Eltern in der Provinz Albay sowie um eine 91-Jährige in der Provinz Sorsogon, teilten Polizei und Katastrophenschutz am Samstag mit. Sie alle waren in ihren Häusern von den Lawinen überrascht worden. Auslöser für den Regen war demnach ein tropisches Tiefdruckgebiet.

In INDIEN hat die Armee mehr als 2500 bei heftigen Schneefällen auf einer Fernstraße festsitzende Menschen gerettet. Die Reisenden hätten in rund 400 Autos nahe dem Gebirgspass Nathula an der Grenze zum Autonomen Gebiet Tibet festgesessen, teilte die Armee am Samstag mit. Medienberichten zufolge wurden die Geretteten zunächst in Kasernen untergebracht und versorgt. Von dort sollen sie in die Hauptstadt des nordindischen Bundesstaats Sikkim, Gangtok, gebracht werden. Die Armee räumte unterdessen den Schnee, um die abgeschnittene Straße wieder zugänglich zu machen. Laut dem Wetterdienst soll das kalte Wetter im Norden, in der Mitte und im Osten Indiens auch in der kommenden Woche andauern.

Viele Teile Indiens leiden derzeit unter der Kälte.
Viele Teile Indiens leiden derzeit unter der Kälte.
- imago

In JAPAN warnte der Wetterdienst laut der Nachrichtenagentur Kyodo vor möglichen Schneestürmen und Störungen im Straßenverkehr zum Jahreswechsel. Bis zum Samstagmorgen sollten in der Region Hokuriku im Zentrum Japans bis zu 80 Zentimeter Schnee fallen sowie 70 Zentimeter im Nordosten in Tohoku. Auch am Sonntag sollte es demnach weiter schneien. Premierminister Shinzo Abe mahnte Regierungsbehörden zu besonderer Aufmerksamkeit, um bei etwaigen Naturkatastrophen oder anderen Notfällen gewappnet zu sein. (dpa)

Im Zentrum Japans liegt Schnee.
Im Zentrum Japans liegt Schnee.
- imago/Kyodo News