Letztes Update am Mi, 13.03.2019 13:15

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Von Sturm, Schnee bis Sonne und 20 Grad: Aprilwetter im März in Tirol

Auf Sturm folgte erst Regen, dann Schnee, dann Sonnenschein. Das Wetter hat dieser Tage viele seiner Gesichter gezeigt – und es geht in der Tonart weiter: Bis zum Wochenende bleibt es wechselhaft.

Zwischendurch immer wieder ungemütlich und gar nicht frühlingshaft wird es in den kommenden Tagen.

© Thomas BöhmZwischendurch immer wieder ungemütlich und gar nicht frühlingshaft wird es in den kommenden Tagen.



Von Nikolaus Paumgartten

Innsbruck – Gerade haben sich die ersten Frühlingsboten ihren Weg durch das Erdreich gebahnt, schon sind sie wieder unter einer dicken Schneedecke verschwunden. Winter und Frühling liefern sich derzeit ein heißes Rennen um die Vorherrschaft. Das merkt man nicht nur im Tal, sondern auch auf den Bergen: So hat der Lawinenwarndienst für Tirol in den vergangenen Tagen die Warnstufe „3“ ausgegeben – also erheblich. „Das ist für diese Jahreszeit ganz normal, vor allem, wenn wie zuletzt der Schneefall von heftigen Stürmen begleitet wird“, erklärt Rudi Mair vom Lawinenwarndienst.

Witterungsabhängige Winterausrüstungspflicht

Beim Autobahn- und Schnellstraßenbetreiber Asfinag ist man trotz der zuletzt bereits frühlingshaften Temperaturen nach wie vor im Winterdienst-Modus und alle vier Autobahnmeistereien in Tirol sind hinsichtlich Schneepflüge und Salz gerüstet. „Bis 31. März läuft generell unser Winterdienst“, erklärt Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele. „Das bedeutet: Sämtliche Geräte sind entsprechend mit Pflügen, Salzern, etc. ausgerüstet – unsere Mannschaften sind in Einsatzbereitschaft. Und das rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche.“ Aktuell beobachte man die Wetterprognosen sehr genau. Bislang wurden in der Wintersaison 2018/2019 13.500 Tonnen Salz auf Tirols Autobahnen und Schnellstraßen eingesetzt – eine Steigerung zu üblichen „Normwintern“, aber erklärbar aufgrund der anhaltenden Schneefälle speziell Anfang Jänner, so Siegele.

Autofahrer sind dieser Tage jedenfalls gut beraten, sich nicht ausschließlich auf die Straßendienste zu verlassen, sondern nach wie vor ihr Auto im Wintermodus zu behalten. Schließlich gilt auf Österreichs Straßen noch bis zum 15. April die so genannte witterungsabhängige Winterausrüstungspflicht. Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen bereits mit Sommerreifen unterwegs ist, der riskiert eine Strafe oder sogar Probleme mit der Justiz und der Versicherung im Fall eines Verkehrsunfalls.

Regen und Schnee, dann wieder 20 Grad

Wechselhaft geht es laut Wetterdienst Ubimet auch in den kommenden Tagen weiter. Auf die milden Temperaturenam Dienstag folgen ab Mittwoch wieder Regen und Schnee, die Niederschläge werden sich jedoch im Laufe des Tages weiter nach Osten verlagern. Auch am Donnerstag ist wieder mit Schnee bis in tiefe Lagen zu rechnen, später kommt stürmischer West- bis Südwestwind dazu. Am Freitag schneit und regnet es noch einmal kräftig, ab Samstag ist mit einer deutlichen Wetterbesserung zu rechnen, am Sonntag winken bei Föhn sonnige 20 Grad.