Letztes Update am Di, 07.05.2019 14:08

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Eisheilige

Frostige Nächte in Tirol, Eisheilige schlagen am Muttertag wieder zu

Die kältesten Temperaturen wurden vergangene Nacht in Tirol gemessen. Die kommenden Tage wird es wieder wärmer – bis am Muttertag der nächste Temperatursturz kommt.

Frostberegnung kann die Triebe und jungen Früchte an den Obstbäumen schützen.

© Thomas BöhmFrostberegnung kann die Triebe und jungen Früchte an den Obstbäumen schützen.



Innsbruck – Die letzte Nacht war frostig – und besonders in Tirol: Mit -6,9 Grad war Bichlbach der kälteste Ort Österreichs, gefolgt von St. Jakob im Defereggen mit -6,8 Grad und St. Leonhard im Pitztal mit -6,3 Grad. In Ehrwald war es mit -4,2 Grad nur wenig wärmer.

Bei aufklarendem Himmel und nur schwachem Wind konnte sich die Luft selbst in tiefen Lagen im Westen und Süden Österreichs vielerorts unter den Gefrierpunkt abkühlen. „Selbst in den Landeshauptstädten Innsbruck, Klagenfurt und Graz gab es leichten Frost – zuletzt war dies hier in einem Mai im Jahr 1985 der Fall“, sagt Ubimet-Meteorologe Manfred Spatzierer.

Der verspätete Wintereinbruch ist erst einmal überstanden und es fühlt sich auch wieder wie Frühling an. Schon am Dienstag klettern die Temperaturen in Tirol wieder auf bis zu 17 Grad. Am Mittwoch und am Freitag scheint in weiten Teilen Österreichs auch häufig die Sonne und bringt die Temperaturen mancherorts gar auf bis zu 22 Grad.

Eisheilige bringen Temperatursturz am Muttertag

In Tirol schieben sich am Mittwoch teils dichte Wolken über den Himmel, der Föhn reißt diese im Inntal und Unterland zeitweise auf. Am Donnerstag gibt es einen Mix aus Sonne, Wolken und kurzen Regenschauern. 17 Grad sind aber vielerorts möglich. Viel Sonne und knapp an die 20 Grad sagen die Meteorologen dann für Freitag voraus.

Zum Wochenende kommt dann die nächste Kaltfront auf Österreich zu. Am Samstagvormittag zieht im Westen Regen auf, im Süden und Osten wird die wärmere Luft am Nachmittag mit teils kräftigen Gewittern ausgetrieben.

„Pünktlich zu Pankratius, dem ersten Tag der Eisheiligen und damit ausgerechnet zum Muttertag hat die Kaltluft schließlich das ganze Land erreicht“, sagt Spatzierer. Mit Höchstwerten von nur noch 6 bis 13 Grad liegen die Temperaturen durchschnittlich um 10 Grad niedriger als zuvor. Dazu fällt aus dichten Wolken zeitweise Regen und der Wind weht kräftig bis stürmisch aus Nordwest. Schnee ist bereits oberhalb von etwa 1000 Metern wieder ein Thema.

Mit der Kalten Sophie am 15. Mai gehen die Eisheiligen zu Ende. Und bis dahin werden sie laut derzeitigen Prognosen der Wetterexperten ihrem Namen auch gerecht. Wechselhaft und zu kühl für die Jahreszeit soll es demnach sein. Der Frühsommer lässt sich erst mal noch nicht sehen. (TT.com)