Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 31.08.2018


Weltall

Astronomie-Kongress: 3000 Forscher und drei große Fragen

Österreich war zwölf Tage lang das Zentrum des Universums, präziser ausgedrückt, der Erforschung davon. Der Astronomie-Kongress drehte sich um neue Teleskope, alte Sterne und Leben in anderen Welten.

Das Very Large Telescope: In Chile wird von der Erde aus mit diesem Observatorium der Weltraum beobachtet.

© Y. Beletsky (LCO)/ESODas Very Large Telescope: In Chile wird von der Erde aus mit diesem Observatorium der Weltraum beobachtet.



Von Matthias Christler

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Wien – Mit hoher Wahrscheinlichkeit „Nein“. Das ist die Antwort auf eine Frage, die sich wohl jeder Mensch schon einmal gestellt hat: Wird es bald Kontakt zu außerirdischen Wesen geben? Während in Wien zwölf Tage lang insgesamt 3000 Forscher zur Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union zusammengetroffen sind, haben Kollegen aus Oxford diese „Bombe“ platzen lassen. Sie errechneten, dass die Anzahl anderer Zivilisationen überschätzt wird und sollte es doch welche geben, dann sind sie für eine Kontaktaufnahme zu weit weg. Also kein Treffen mit E. T. oder Mr. Spock.

Thomas Posch vom Institut für Astrophysik (Universität Wien), das den heute zu Ende gehenden Kongress mitveranstaltet hat, will sich die Studie erst im Detail ansehen. Er kann jetzt schon sagen: „Wenn das zutrifft, wäre das für manche Forscher schon ein Dämpfer.“ Bei anderen fundamentalen Fragen der Astronomie sind die Forscher optimistischer.

Die Exoplanten: Das Weltraumteleskop TESS wird demnächst im All nach Exoplaneten suchen.
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- NASA
Das James-Webb-Teleskop: In einigen Jahren soll das James-Webb-Teleskop den Ursprung des Universums erforschen.
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- NASA
Der Spiegel: Der 25 Meter große Spiegel des Teleskops ist so konstruiert, dass er Licht der ersten Planeten einfängt.
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- nasa