Letztes Update am So, 21.07.2019 10:00

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Raumfahrt

Im Zeichen der Mondlandung: Drei Raumfahrer reisen zur ISS

Die Reise zum Mond war einmal ein großer Sprung für die Menschheit. Der Flug zur Internationalen Raumstation ist inzwischen schon Routine. Drei Raumfahrer haben sich wieder auf dem Weg zum Außenposten der Menschheit gemacht – an einem ganz speziellen Tag.

Zum 50. Jahrestag der Mondlandung startete das Sojus-Raumschiff MS-13 mit drei Astronauten an Bord ins All.

© AFP/NASAZum 50. Jahrestag der Mondlandung startete das Sojus-Raumschiff MS-13 mit drei Astronauten an Bord ins All.



Baikonur – Rund sechs Stunden nach ihrem Start sind drei Raumfahrer am 50. Jahrestag der ersten Mondlandung an der Internationalen Raumstation ISS angekommen. Das Sojus-Raumschiff MS-13 mit dem italienischen ESA-Astronauten Luca Parmitano, seinem amerikanischem Kollegen Andrew Morgan und dem Kosmonauten Alexander Skworzow dockte planmäßig am Sonntag um 00.48 Uhr MESZ am Außenposten der Menschheit an.

Die Raumfahrer Luca Parmitano, Drew Morgan of NASA und Alexander Skvortsov (von oben).
Die Raumfahrer Luca Parmitano, Drew Morgan of NASA und Alexander Skvortsov (von oben).
- AFP/NASA

Die US-Raumfahrtbehörde NASA übertrug das Andockmanöver live auf ihrer Website – ein „Bilderbuch-Andocken“, wie ein NASA-Kommentator sagte. Damit hat die ISS rund 400 Kilometer über der Erde wieder ihre Sollstärke von sechs Raumfahrern erreicht. Die beiden US-Amerikaner Christina Koch und Nick Hague sowie der Russe Alexej Owtschinin leben und arbeiten bereits seit rund 130 Tagen im All.

Die mehrere Monate dauernde Mission steht dabei ganz im Zeichen der Mondlandung von 1969. Sogar im Emblem der Crew ist der Adler angedeutet, der schon die US-Astronauten von Apollo 11 im Missionslogo begleitete. Es zeigte damals einen Adler, der zur Landung auf dem Mond ansetzt und einen Olivenzweig als Zeichen der friedlichen Absichten hält. Astronaut Morgan, der zum ersten Mal auf der ISS ist, betonte vor dem Abflug, dass es eine große Ehre für ihn und seine Kollegen sei, an diesem historischen Tag zur ISS zu reisen.

In der zweiten Hälfte der sechsmonatigen Mission soll Parmitano als erster Italiener das Kommando auf der ISS übernehmen. Der 42-Jährige war bereits 2013 auf der Raumstation. Damals wäre er bei einem Außeneinsatz fast in seinem Raumanzug ertrunken, weil sich Wasser in seinem Helm gesammelt hatte.

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Vor 50 Jahren hatten die beiden US-Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin von der „Apollo 11“-Mission als erste Menschen den Mond betreten. (APA/dpa)