Letztes Update am Mi, 13.02.2019 17:08

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Flüchtlingspolitik

„Sea-Watch 3“ muss weiterhin im Hafen von Catania bleiben

Wegen anstehender Kontrollen der niederländischen Behörden muss das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ noch im Hafen von Catania bleiben.

Ein Schiff der Hilfsorganisation Sea Watch (Archivfoto).

© imago stock&peopleEin Schiff der Hilfsorganisation Sea Watch (Archivfoto).



Rom – Das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ der deutschen NGO Sea-Watch muss weiterhin in Catania bleiben. Die niederländischen Behörden müssten noch einige Kontrollen durchführen, ob das Schiff internationalen Regelungen entspreche. Dies teilte die italienische Küstenwache am Mittwoch in einer Presseaussendung mit. Die „Sea-Watch 3“ fährt unter niederländischer Flagge.

Niederländische Funktionäre hatten am Dienstag und Mittwoch das Schiff inspiziert. Geprüft wird, ob es in der Lage sei, mehrere Personen für eine längere Zeit an Bord zu haben, berichtete die italienische Küstenwache. Die „Sea-Watch 3“ hatte 47 Flüchtlinge am 19. Jänner vor der libyschen Küste an Bord genommen. Nach langem Tauziehen über ihr weiteres Schicksal konnten sie schließlich am 1. Februar in Catania an Land gehen, von dort sollten sie auf verschiedene europäische Aufnahmeländer verteilt werden.

Die italienische Küstenwache hält das Schiff allerdings weiterhin im Hafen fest. Sie begründete dies mit einer Reihe von „Unregelmäßigkeiten“ gemäß dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS). (APA)