Letztes Update am Di, 09.04.2019 18:42

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Parlamentswahl

Linke könnten in Spanien laut Umfrage absolute Mehrheit erreichen

Die sozialistische Partei von Ministerpräsident Sánchez kommt in einer aktuellen Umfrage auf 30,2 Prozent. Gemeinsam mit der linken Podemos könnte bei der Parlamentswahl Ende April eine absolute Mehrheit erreicht werden.

Der spanische Premier Pedro Sanchez.

© ReutersDer spanische Premier Pedro Sanchez.



Madrid – Bei der Parlamentswahl in Spanien könnten die linken Parteien nach einer Umfrage die absolute Mehrheit erreichen. In der am Dienstag veröffentlichten Erhebung des staatlichen Forschungsinstituts CIS liegt die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) von Ministerpräsident Pedro Sánchez mit 30,2 Prozent der Stimmen mit deutlichem Vorsprung vor der konservativen Volkspartei (PP), die 17,2 Prozent erreichen würde.

Die Neuwahl ist für den 28. April angesetzt. Eine mögliche Koalition der Sozialisten mit der linken Partei Unidas Podemos (12,9 Prozent) würde nach dem spanischen Wahlsystem mit diesen Ergebnissen auf mindestens 155, im günstigsten Fall aber sogar auf 179 der insgesamt 350 Sitze im Madrider Congreso de los Diputados kommen. Dies wäre eine absolute Mehrheit.

Nach der CIS-Umfrage erreicht die liberale Partei Ciudadanos mit 13,6 Prozent den dritten Platz. Die rechtspopulistische Partei Vox würde mit 11,9 Prozent erstmals ins Nationalparlament einziehen.

Bei der letzten Abstimmung im Juni 2016 hatte sich die PP mit 33,01 Prozent vor der PSOE (22,63), Unidas Podemos (21,15) und Ciudadanos (13,6) durchgesetzt. Damals war Spanien trotz zweier Wahlgänge innerhalb von sechs Monaten wegen der starken Stimmenzersplitterung fast ein Jahr lang ohne reguläre Regierung geblieben.

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Anschließend hielt die schwache konservative Regierung von Mariano Rajoy (PP) nur gut eineinhalb Jahre. Im Juni 2018 holte Sánchez Rajoy per Misstrauensvotum aus dem Moncloa-Palast - unterstützt von den separatistischen Parteien Kataloniens, die der Minderheitsregierung von Sánchez aber im Februar wieder die Unterstützung entzogen und so die Neuwahl herbeizwangen. (APA/dpa)