Letztes Update am Mi, 11.10.2017 12:33

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Männerüberschuss

Schelling erhöht Frauenquote in Aufsichtsräten

An der männlichen Dominanz in teilstaatlichen Betrieben ändert dies jedoch wenig.

Finanzminister Hans Jörg Schelling mit Aufsichtsrätinnen der BMF Beteiligungsgesellschaften.

© BMF/WilkeFinanzminister Hans Jörg Schelling mit Aufsichtsrätinnen der BMF Beteiligungsgesellschaften.



Wien – „Mit Oktober erhöhen wir die Frauenquote in den Aufsichtsräten der Beteiligungen des Finanzressorts auf mindestens 50 Prozent“, erklärte heute Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP). Und er ergänzte: „Wir haben 14 Aufsichtsratsfunktionen mit Frauen neu besetzt. Unsere Quote bei den Aufsichtsrätinnen liegt bei rund 58 Prozent.“

An der männlichen Dominanz in den teilstaatlichen Betrieben ändert dies aber wenig: Von den 15 Aufsichtsräten der Telekom Austria sind zwei Frauen, eine davon vom Betriebsrat entsendet. Etwas besser sieht es in der OMV aus, wo von den 15 Aufsichtsräten drei weiblich sind, davon eine Betriebsrätin. In der Post kommen auf zwölf Aufsichtsräte vier Frauen.

Gesetzliche Mindestquote ab 2018

Hintergrund der Erhöhung der Frauenquote in den Aufsichtsräten ist die ab Anfang 2018 geltende, gesetzlich vorgesehene Mindestquote von 30 Prozent, die für Frauen und Männer gleichermaßen gilt. Die Regelung betrifft aber nur Konzerne die entweder börsenotiert sind oder ständig mehr als 1000 Mitarbeiter beschäftigen. Bei den drei Staatsbeteiligungen Telekom, Post und OMV ist dies der Fall. (APA)