Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 30.12.2017


Tiroler im Nationalrat

Selma Yildirim: Im Kampf für die Gleichberechtigung

© APASelma Yildirim ist neu im Nationalrat.



Von Serdar Sahin

Innsbruck – Neu im Nationalrat, aber politisch kein unbeschriebenes Blatt. Selma Yildirim ist schon seit dem Jahr 2000 bei der SPÖ. Trotz der langjährigen Polit-Erfahrung sei sie erstaunt darüber, wie Schwarz-Blau gleich zu Beginn den Parlamentarismus missachtet, sagt die Innsbruckerin im TT-Gespräch.

Zur SPÖ kam Yildirim über die Frauenorganisation – seit 2014 ist sie Landesfrauenvorsitzende. Derzeit ist sie auch Gemeinderätin in der Landeshauptstadt – mit Ablaufdatum im April. Ihren Job in der Finanzverwaltung lässt sie bis dahin ruhen, danach will sie aber wieder arbeiten, erzählt die Juristin.

Bei der vergangenen Nationalratswahl ging sie als SPÖ-Spitzenkandidatin in Tirol ins Rennen. Am fulminanten Sieg dieser in Innsbruck war Yildirim maßgeblich beteiligt. Überrascht war die 48-Jährige darüber nicht. „Ich habe das gespürt“, sagt sie. Dafür gebe es mehrere Gründe. Zwei davon: „Mit Christian Kern hatten wir einen großartigen Spitzenkandidaten und wir waren vor Ort ein sehr gutes Team.“

Yildirim will sich in den kommenden fünf Jahren sozialpolitisch engagieren. Naturgemäß sind ihr die Frauenagenden wichtig. „Dieses Jahrhundert wird das Jahrhundert der Gleichberechtigung der Frauen sein“, ist sich Yildirim sicher. Als Tochter einer Gastarbeiterfamilie – Yildirim wurde in Istanbul geboren und zog im Schulalter nach Tirol – sieht sie sich auch der Integrationsthematik verbunden. Zudem will sie sich Tiroler Themen widmen. Stichwort: Transit.

Die Innsbruckerin ist in fünf Ausschüssen vertreten: Im Unvereinbarkeits- , Finanz- und Gleichbehandlungsausschuss, Bauten und Wohnen sowie im ständigen gemeinsamen Ausschuss im Sinne des Finanz-Verfassungsgesetzes.




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