Letztes Update am Sa, 09.06.2018 13:49

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wien

Wiener Grüne: Vassilakou bittet um Zustimmung zum Erneuerungsprozess

In Wien hat am Samstag die 79. Landesversammlung der Wiener Grünen begonnen. Die Partei will über die künftige Vorgangsweise bei der Wahl der Spitzenkandidaten entscheiden. Auch das Stichwort Erneuerungsprozess spielt eine Rolle.

© APA/HANS PUNZDie Grüne Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.



Wien – Die Grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou hat bei der Landesversammlung der Wiener Grünen am Samstag ihre Parteifreunde um Zustimmung zum geplanten Erneuerungsprozess gebeten. Um gegen den Lobautunnel, aber auch „Anschläge“ durch die schwarz-blaue Bundesregierung wie die Kürzung der Mindestsicherung auftreten zu können, brauche es geeinte Grüne.

Die Partei will im Rahmen der Landesversammlung über die künftige Vorgangsweise bei der Wahl der Spitzenkandidatin bzw. des Spitzenkandidaten entscheiden. „Wir haben uns zurecht vergangenen November zwei Ziele gesetzt: Wir wollen Veränderung und Erneuerung bei uns selbst und eine Öffnung erreichen“, sagte Vassilakou.

Die Kür des ersten Listenplatzes soll nicht mehr auf einer Landesversammlung erfolgen, sondern bereits im Vorfeld geklärt werden. Die Debatte über den neuen Wahlmodus findet heute unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Frage, wer die Grünen in die nächste Wahl führt, soll dann zu einem späteren Zeitpunkt – nämlich im Herbst – geklärt werden.

„Jeder Versuch, uns zum Schweigen zu bringen, wird scheitern“

Das sei eine schwierige und sicher auch kontroversielle Aufgabe, räumte sie ein. „Aber wir dürfen einander nicht aus den Augen verlieren und wir dürfen das Ziel nicht aus den Augen verlieren“, betonte sie. „Ich möchte die Bitte an euch richten, uns diesem Prozess zu stellen, damit wir Grüne vereint, erneuert, stark und zuversichtlich diese Aufgabe übernehmen können“, appellierte sie daher.

Vassilakou machte in ihrer Rede wie auch vor ihr Landessprecher Joachim Kovacs den Lobautunnel zum Thema. „Es handelt sich um eine milliardenschwere Investition für ein Projekt, das vielleicht vor 20, 30, 40 Jahren State of the Art gewesen wäre“, kritisierte sie und versprach, weiterhin entschlossen dagegen aufzutreten. „Jeder Versuch, uns zum Schweigen zu bringen, wird scheitern.“

Als zweite „brandgefährliche Entwicklung“ bezeichnete Vassilakou die Vorgangsweise der Bundesregierung bei der Mindestsicherung. Im „grauslichen Match Schwarz-Blau gegen die Kinder“ stehe es Eins zu Null. „Das wird Wien nicht mitmachen“, betonte sie und bat abschließend um Geschlossenheit. „Damit wir das alles stemmen können, damit wir etwas bewegen können, werden wir einander brauchen“, sagte sie. (APA)




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