Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 14.09.2018


Bundesheer

13 Mio. € für Heer und Garantie für Militärkommando

© MilKd/HörlMario Kunaseks (l.) Bestandsgarantien und Investitionen für das Heer in Tirol nimmt LH Günther Platter wohlwollend zur Kenntnis.Foto: MilKd/Hörl



Innsbruck – Schon im Juni hat Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) ein Investitionspaket von 13 Millionen Euro für das Bundesheer in Tirol angekündigt. Gestern besuchte er seine Truppe in Tirol und präzisierte die geplanten Maßnahmen. Die Innsbrucker Standschützenkaserne wird zu einer so genannten Sicherheitsinsel ausgebaut, die sich künftig unabhängig von allen äußerlichen Einflüssen selbst versorgen kann. 4,3 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Die „Pionier- und Sicherungskompanie“ wird in der Land­ecker Pontlatz-Kaserne stationiert, die Stellungs­straße um fünf Milo. Euro modernisiert. „Wir wollen in die Zukunft des Heeres investieren, gleichzeitig aber keine falschen Signale geben“, so Kunasek.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (VP), einer der Vorgänger Kunaseks, untermauerte einmal mehr die zentrale Bedeutung des Bundesheers für die „Landesverteidigung, den Assistenzeinsatz und die Katastrophenhilfe“. Dass eine Pioniergruppe in Landeck angesiedelt wird, ist für ihn besonders wichtig. Sie untersteht direkt dem Militärkommando für Tirol. Das Land hat dort ebenfalls sein Gerät für den Katastropheneinsatz deponiert.

Für das Militärkommando Tirol, das in den vergangenen Jahren immer wieder in Diskussion stand, gibt Kunasek eine Bestandsgarantie für die Zeit ab, „in der ich Verteidigungsminister bin“. Platter verweist darauf, dass sich die Landeshauptleute immer wieder dafür eingesetzt hätten. „Deshalb freut es mich, dass die Kommanden auch aufgewertet werden.“ Und wie sieht es mit den weiteren Kasernenstandorten und Militärstützpunkten aus?

Der Hubschrauberstützpunkt in Vomp bleibt bis über 2021 hinaus bestehen, im Zusammenhang mit der dortigen Liegenschaft bzw. der Kaserne wird eine Lösung angestrebt. Verwundert zeigt sich der Verteidigungsminister über Sorgen in Osttirol. Ohne näher darauf einzugehen, erklärte Kunasek, dass der Standort mit der Franz-Joseph- sowie der Haspingerkaserne nicht zur Debatte stehe. Lienz hofft bekanntlich auf eine Aufrüstung mit Geländefahrzeugen der Marke Hägglund sowie Aufstockung des Personalstands. (pn)