Letztes Update am Sa, 01.06.2019 14:24

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ibiza-Video

Justiz ermittelt nach Ibiza-Video gegen Gudenus und Tschank

Die Justiz nimmt sich den Inhalt des Ibiza-Videos vor. Gegen den ehemaligen FPÖ-Klubchef Johann Gudenus und andere Verdächtige wird ermittelt. Ob auch Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache darunter ist, ist nicht bekannt.

Eine Szene aus dem Ibiza-Video. Johann Gudenus (stehend) und Heinz-Christian Strache.

© SPIEGEL/SÜDDEUTSCHE ZEITUNGEine Szene aus dem Ibiza-Video. Johann Gudenus (stehend) und Heinz-Christian Strache.



Wien – Das Nachrichtenmagazin profil berichtet, dass die Justiz neben der Urheberschaft des Ibiza-Videos auch wegen dessen Inhalt Ermittlungen eingeleitet hat. Demnach wurden bereits am 20. Mai – zwei Tage nach Erscheinen des Videos – Ermittlungen angestoßen. Verdächtig sind neben dem im Video auftretenden Johann Gudenus auch andere. Ob der zurückgetretene FPÖ-Parteichef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache, der im Video neben Gudenus abgebildet ist, auch unter den Verdächtigen ist, ist nicht bekannt.

Ermittelt wird wegen des Verdachts auf Untreue, Anstiftung zur Untreue und Vorteilsannahme zur Beeinflussung, schreibt das profil. Im Zentrum stehen also die Erzählungen von Strache in dem Video, wie Spenden von Gönnern über gemeinnützige Vereine am Rechnungshof vorbeigeleitet wurden.

Bereits bekannt war, dass die Justiz die Aufhebung der Immunität von FPÖ-Nationalrat Markus Tschank beantragt hatte. Das Magazin zitiert nun aus den Akten. Demnach sei Tschank „im Zusammenhang mit den von Heinz-Christian Strache im Juli 2017 getätigten Aussagen verdächtig, zum Verbrechen der Untreue beigetragen zu haben, indem er Spenden für die Freiheitliche Partei Österreichs über den gemeinnützigen Verein ‚Wirtschaft für Österreich’ abwickelte“.

Laut profil reagierte Gudenus nicht auf eine Anfrage, Tschank will von den Ermittlungen keine Kenntnis haben. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung. (TT.com)

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