Letztes Update am Mo, 19.08.2019 12:15

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Niederösterreich

Festnahme nach Brandanschlag auf FPÖ-Büro in St. Pölten

Ein Mann, der sich wegen Brandverletzungen im Krankenhaus behandeln ließ, wurde als Verdächtiger festgenommen. Nach drei mutmaßlichen Komplizen wird weiterhin gefahndet.

Die Landesgeschäftsstelle der FPÖ Niederösterreich in St. Pölten.

© APADie Landesgeschäftsstelle der FPÖ Niederösterreich in St. Pölten.



St. Pölten – Nach dem Brandanschlag auf die Landesgeschäftsstelle der FPÖ Niederösterreich in St. Pölten vom Montag vergangener Woche ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Er habe Brandverletzungen aufgewiesen und sich deshalb in einem Krankenhaus medizinisch behandeln lassen, teilte die Polizei mit. Nach den drei mutmaßlichen Komplizen wird weiterhin gefahndet.

Die Landespolizeidirektion Niederösterreich teilte am Montag mit, dass die Festnahme eines Beschuldigten durch das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) Niederösterreich erfolgt sei. Aufgrund der andauernden Erhebungen zu weiteren Mittätern würden in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft St. Pölten „derzeit keine weiteren Details über den Festgenommenen“ bekanntgegeben.

Vier Personen, ein Täter zündete sich selbst an

An dem Anschlag waren vier Personen beteiligt. Die Angriffe auf die freiheitliche Landesparteizentrale am vergangenen Montag in der Zeit von 1.40 bis 2.07 Uhr erfolgten laut Landespolizeidirektion Niederösterreich mit Wurfbrandsätzen.

Auf einem von der FPÖ Niederösterreich veröffentlichten Überwachungsvideo war zu sehen, dass sich einer der Täter selbst angezündet hatte. Dieser Mann suchte in der Folge ein Krankenhaus auf. Um welches Spital es sich gehandelt hat bzw. wann die Festnahme des Beschuldigten erfolgt ist, teilte die Polizei vorerst nicht mit.

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FPÖ fordert Abschiebung

Entsprechen Medienberichte den Tatsachen, dass es sich bei einem der mutmaßlichen Täter des Brandanschlages auf die Zentrale der FPÖ NÖ „um einen subsidiär Schutzberechtigten handelt, dann hat diese Person jedes Recht auf Schutz verwirkt und muss abgeschoben werden“. Mit dieser Aussage reagierte der designierte FPÖ-Chef Norbert Hofer am Montag auf die erfolgte Festnahme.

Das Vertrauen in die Arbeit der Polizei habe sich mit dem ersten Ermittlungserfolg bewahrheitet, reagierte der freiheitliche Landesobmann Udo Landbauer. „Nun gilt es die drei weiteren Attentäter ausfindig zu machen, alle Hintergründe für diese verrückte und lebensgefährliche Tat zu eruieren und an mögliche Drahtzieher heranzukommen.“ Auch Landbauer betonte, dass es „nur die sofortige Abschiebung und ein lebenslanges Einreiseverbot bedeuten“ könne, sollte es sich bei dem Festgenommenen tatsächlich um einen subsidiär Schutzberechtigten handeln. (APA)