Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 27.08.2019


Vor Nationalratswahl

ÖVP und SPÖ liefern einander Konter in Landeck



Die SPÖ setze sich für die Möglichkeit des Schwangerschaftsabbruchs in allen öffentlichen Spitälern ein. Das erklärte die Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner bei ihrem Besuch am Krankenhaus St. Vinzenz.

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„Ich bin einigermaßen entsetzt, dass sich Rendi-Wagner als Ärztin und Ex-Gesundheitsministerin nicht dem hippokratischen Eid verpflichtet fühlt, Leben zu schützen", reagiert NR Liesi Pfurtscheller (ÖVP). „Stattdessen fordert sie als einzigen Lösungsansatz für ungewollt schwangere Frauen kostenlose Abtreibungen in allen öffentlichen Spitälern." Mit ihrer Ansage zur Abtreibung führe Rendi-Wagner den Wahlkampfslogan der SPÖ „Menschlichkeit siegt" in völligen Widerspruch. Es sei unbestritten, dass sich ungewollt schwanger gewordene Frauen in einer Ausnahmesituation befinden, so Pfurtscheller. Sie müssten bestmöglich unterstützt werden — mit Beratung, psychologisch und auch finanziell. „Jede werdende Mutter soll sich möglichst für ihr Kind entscheiden können."
Verwundert zeigt sich LA Benedikt Lentsch (SPÖ) über Ex-Ministerin Margarete Schramböck und deren Plädoyer für mehr Telearbeit: „Es scheint der neue Schmäh der Türkisen zu sein, jetzt alles in den Wahlkampf zu werfen, was sie in ihrer Legislaturperiode versäumt haben."
Schramböck hatte das Thema vorige Woche bei ihrem Landeck-Besuch kommuniziert. „Dezentrale Strukturen wie Homeoffice und Co-Working gehören ausgebaut. Nur so können wir den ländlichen Raum fair und nachhaltig in die wirtschaftlichen Prozesse integrieren. Das ist aber weder neu noch innovativ", hob Lentsch hervor.
Gerade im Oberland würde Co-Working-Space „aushungern", weil Politik und Unternehmer nicht bereit wären, sich auf neue Arbeitsmodelle einzulassen. „Das muss sich ändern", bekräftigte Lentsch. „Wenn durch Co-Working und Homeoffice das Auto stehen bleiben kann, gewinnen wir doppelt. Weniger Stress beim Weg zur Arbeit bedeutet mehr Freizeit und bessere Konzentration im Job." (hwe)



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