Letztes Update am Mo, 26.08.2019 20:43

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Steiermark

Airpower19: Gegner wollen „Peacehour“ und Klimaschutz statt Flugshow

Die Flugshow „Airpower“ im steirischen Judenburg sei „wahrscheinlich die Veranstaltung mit dem größten CO2-Ausstoß österreichweit“, kritisierten KPÖ, Grüne und Sozialistische Jugend und fordern eine Absage.

So groß wie heuer war die Kritik an der Flugshow "Airpower" noch nie.

© ScheriauSo groß wie heuer war die Kritik an der Flugshow "Airpower" noch nie.



Judenburg, Zeltweg – „Peacehour statt Airpower“ haben KPÖ, Grüne und die Sozialistische Jugend am Montag im obersteirischen Judenburg gefordert. Sie sprachen sich zusammen mit „FridaysforFuture“-Aktivist Maximilian Berge gegen die Flugshow aus. Sie sei „wahrscheinlich die Veranstaltung mit dem größten CO2-Ausstoß österreichweit“, kritisierten sie. Die dafür verwendeten Gelder sollten lieber in den Klimaschutz fließen.

Für die KPÖ sei der friedenspolitische Aspekt ein wichtiger Punkt: „Faszination für Technik wird zum Werben für Kriegsgerät missbraucht. Dabei gehört Krieg und Rüstung zu den Klimakillern Nummer eins.“ SJ-Vorsitzende Maja Höggerl – selbst Zeltwegerin, wo der Fliegerhorst Hinterstoisser liegt – meinte: „Die Airpower belastet die Region nicht nur ein paar Tage, der Lärm beginnt schon ein Monat davor. Lärm- und Schadstoffausstoß sind eine Zumutung für Menschen, Tiere und Pflanzen.“

Mit Brief an Van der Bellen gewandt

Aktivist Berge von „FridaysforFuture“ in Graz hat sich in einem Brief an Bundespräsident Alexander Van der Bellen gewandt und – vergeblich – die Absage der Airpower gefordert. Der Klimaaktivist wies am Montag darauf hin, dass zum Schadstoffausstoß der Flugzeuge auch der „massive Energieverbrauch bei der Anreise von Gästen und Fluggeräten kommt“.

Der Bezirkssprecher der Murtaler Grünen, Erwin Webersink, kündigte eine Alternativ- und Vortragsveranstaltung an: Am 4. September um 18.30 Uhr im Kulturhaus Knittelfeld. Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb wird als Referentin mit dabei sein. Webersink sagte: „Die Kritik an der Airpower wird größer. Auch Verteidigungsminister Thomas Starlinger hätte die Flugshow aus finanziellen Gründen am liebsten abgesagt.“ Webersink hoffe daher, „in diesem Jahr die letzte Airpower ertragen zu müssen“. (APA)


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