Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 14.09.2019


Wahl 2019

„Die eierlegende Wollmilchsau auf der B179 wird es nicht geben“

Pascal Winkler, Liesi Pfurtscheller, Margarete Schramböck, Sonja Ledl-Rossmann und Markus Rid (v. l.) auf Wahlkampftour.

© TscholPascal Winkler, Liesi Pfurtscheller, Margarete Schramböck, Sonja Ledl-Rossmann und Markus Rid (v. l.) auf Wahlkampftour.



Gemeinsam mit Margarete Schramböck, Tiroler VP-Spitzenkandidatin, starteten NR Elisabeth Pfurtscheller, Nummer eins im Wahlkreis Oberland/Außerfern, und ihre Listenkollegen gestern zur Wahlkampftour durch den Bezirk. Dabei betonte Schramböck, bis Juni 2019 Ministerin für Wirtschaftsstandort und Digitalisierung, die Wichtigkeit der HTL in Reutte. „Die Zusage ist bereits da und ich werde Sorge tragen, dass sich die neue Regierung daran hält."

Dass die HTL viele junge Menschen anzieht, die dann beispielsweise als Fachkräfte im Bereich Pflege fehlen, sieht Bezirksparteiobfrau Sonja Ledl-Rossmann nicht: „Wer eine Begabung für den digitalen Bereich hat, wird nicht in die Pflege drängen. Wir müssen auch umdenken. Die Fachkräfte von morgen sind nicht nur junge Leute, auch Wiedereinsteigerinnen oder all jene, die umschulen möchten, sind Potenzial, das noch schlummert."

Markus Rid, Spitzenkandidat des Bauernbundes, sieht schwierige Zeiten auf die Landwirte zukommen. Die Wolfsthematik beschäftigt ihn ebenso wie Freihandelsabkommen: „Da können wir österreichischen Bauern weder bei der Menge noch beim Preis mithalten." Umso wichtiger sei die Regionalität. „Wir müssen die Vermarktung ausbauen. Regional heißt nicht nur aus dem Bezirk, sondern auch aus Tirol oder Österreich. Wir können nur mit Qualität punkten."

NR Liesi Pfurtscheller will vor allem eines: „Einen schnellen Zugang zur Inntalfurche." Sie will am Tschirganttunnel festhalten. ­Dieser verkürze die Fahrzeit um zwölf bis 15 Minuten. Mit dem Fernpass-Scheiteltunnel sei dies die einzige Lösung, wie auch das 7,5-t-Limit gehalten werden könne. Kritikern entgegnet sie: „Die eierlegende Wollmilchsau auf der B179 wird es nicht geben. Und der Scheiteltunnel ist ein 1,3 km langes Loch und kein Jahrhundertprojekt. Das ist doch Pipifax."

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Zum von SPÖ und Grünen geforderten Bahntunnel Ehrwald — Inntal hat Pfurtscheller einen klaren Standpunkt. „Ich bin nicht gegen Bahnausbau. Aber dieser Tunnel hat null Priorität bei den ÖBB und würde sich nur mit einem leistungsfähigen Anschluss aus Deutschland darstellen lassen. Der ist aber nicht in Sicht. Warum sollen die ÖBB dann 1,5 Milliarden Euro ins Außerfern investieren?" (fasi)