Letztes Update am Do, 03.10.2019 10:58

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


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,,Ewald, du bist ein Trottel“: TV-Streit zwischen Mölzer und Stadler eskaliert

Andreas Mölzer gegen Ewald Stadler — das ist Brutalität. Eine Streit der beiden ehemaligen Parteifreunde bei einer Live-Debatte ist am Mittwochabend derart eskaliert, dass Mölzer die Diskussion abbrach.

"Spesenritter", "Denunziant", "Trottel": Stadler (l.) und Mölzer lieferten sich live im Fernsehen einen Schlagabtausch.

© Screenshot Twitter/Puls 4"Spesenritter", "Denunziant", "Trottel": Stadler (l.) und Mölzer lieferten sich live im Fernsehen einen Schlagabtausch.



Wien — Erst Ibiza, dann die Spesenaffäre und nun auch noch das desaströse Wahlergebnis: In der FPÖ liegen die Nerven blank. Ersichtlich wurde das etwa am Mittwochabend, als eine Live-Debatte auf Puls 4 derart eskalierte, dass der ehemalige blaue EU-Mandatar Andreas Mölzer die Diskussion abbrach und erbost aus dem Studio stürmte.

Mölzer war im Rahmen von "Pro und Contra" auf seinen ehemaligen Parteikollegen Ewald Stadler getroffen, der die Blauen 2007 in Richtung BZÖ verlassen hatte. Bei der Debatte ging es um den Spesenskandal rund um Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Stadler warf seinem früheren Parteifreund Mölzer vor, "zu den Oberspesenrittern der Partei" zu gehören und deswegen "nie den Mund aufgemacht" zu haben. "Jetzt, wo Strache weg ist, macht er den Mund auf und spielt sich als moralischer Apostel auf", kritisierte Stadler.

Er möge sich zurückhalten, meinte Mölzer daraufhin in Richtung seines ehemaligen Parteifreundes. Doch Stadler dachte nicht dran und legte nach: "Dieses System ist ein System der Bedienung. Du lebst seit 40 Jahren von der Partei", warf er Mölzer an den Kopf.

Als Stadler seinem Kontrahenten auch noch Verfehlungen bei der Gebarung der früheren Freiheitlichen Akademie vorwarf, wurde es diesem zu bunt: Mit den Worten "Ewald, du bist ein Trottel" beendete Mölzer die Diskussion, stand auf und verließ das Studio. "Wiederschaun, komm gut heim", flötete ihm Stadler hinterher. Da waren gerade einmal sieben Sendungsminuten vergangen. (TT.com)

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