Letztes Update am Do, 03.10.2019 14:28

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wahl 2019

Tiroler FPÖ-Chef Abwerzger fordert: Kein Mandat für Straches Ehefrau

„Das Kapitel Strache muss beendet werden, das trifft auch auf Philippa Strache zu“, fordert Markus Abwerzger. 9500 Euro Gehalt für die ehrenamtliche Tierschutzbeauftragte sei nicht der Anspruch, den er an die FPÖ habe.

Im April waren Heinz-Christian und Philippa Strache beim Parteitag der Tiroler FPÖ in Innsbruck.

© KristenIm April waren Heinz-Christian und Philippa Strache beim Parteitag der Tiroler FPÖ in Innsbruck.



Innsbruck – Der Tiroler FPÖ-Chef Markus Abwerzger spricht sich gegen ein Mandat für Philippa Strache aus. Die Ehefrau von Heinz-Christian Strache könnte ja über die Wiener Landesliste in den Nationalrat einziehen – außer der vor ihr gereihte Harald Stefan nimmt ein Landes- und nicht das Bezirksmandat an. „Es wurde entschieden, dass über die Mandatsannahme – ob Wahlkreis- oder Landesmandat – in den Ländern die jeweilige Landesgruppe befinden kann.“ Deshalb liege es an der Wiener Landesgruppe, so Abwerzger. „Wobei ich ganz klar an die Wiener Landespartei appelliere, dass es nicht nur an ihr liegt, sondern dass es ein Zeichen für die FPÖ in ganz Österreich ist. Natürlich gibt es persönliche Freundschaften, aber um die kann es jetzt nicht gehen. Das Parteiinteresse muss im Vordergrund stehen.“

Für Abwerzger steht der Neustart und ein Neuanfang in der FPÖ absolut im Vordergrund. „Da geht es um Glaubwürdigkeit.“ 2500 Euro Mietzuschuss und 9500 Euro Gehalt für die ehrenamtliche Tierschutzbeauftragte Philippa Strache sei nicht der Anspruch, den er an die FPÖ habe. „Wenn wir sagen, wir sind die Soziale Heimatpartei, dann geht das nicht, abgesehen von Vorwürfen, die im Raum stehen, dass auch Luxusartikel bezahlt wurden.“

Es geht laut Abwerzger deshalb nicht, dass sich nur Heinz-Christian Strache zurückziehe. „Aus meiner Sicht ist das Kapitel Strache in der FPÖ beendet, das trifft auf seine Ehefrau ebenfalls zu“, sagt Abwerzger. Ein weiterer Grund, warum er gegen ein Mandat für Philippa Strache sei, seien Mandatare,„die über lange Jahre mit Herzblut dabei waren, plötzlich aber ohne Mandat dastehen wie Carmen Schimanek. Es wäre ein fatales Zeichen, wenn eine ehrenamtliche Tierschutzbeauftragte, die erst vor Kurzem in die Partei gekommen und jetzt derart umstritten ist, mit einem Mandat belohnt wird.“ (pn)