Letztes Update am Mo, 16.09.2013 19:53

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nationalratswahl 2013

SPÖ will Steuersenkung für Einkommen bis 4000 Euro brutto

Faymann: Eingangssteuersatz von 36,5 auf 25 Prozent absenken, Einführung weiterer Steuersätze - Höchststeuersatz soll bei 50 Prozent bleiben.



Wien - Die SPÖ hat nun etwas konkretere Steuerreformpläne präsentiert. Laut mehreren Medienberichten will die Partei von Bundeskanzler Werner Faymann nicht nur - wie bereits bekannt - den Eingangssteuersatz absenken, sondern auch die weiteren Steuersätze abmildern bzw. weitere Stufen einführen. Das Ziel ist laut SP-Chef Werner Faymann Einkommen bis 4.000 Euro brutto zu entlasten. Der Höchststeuersatz soll wie bisher bei Einkommensteilen über 60.000 Euro Jahresbrutto greifen - und zwar wie bisher mit 50 Prozent.

Die Steuerentlastungen sollen mit 1. Jänner 2015 in Kraft treten, schreibt die „Kronen Zeitung“ zu den Plänen, über die auch „Kurier“ „Kleine Zeitung“ (Dienstag-Ausgaben) und der ORF berichteten. Ab der ersten Steuerstufe (ab 11.000 Euro brutto) soll künftig nicht mehr ein Steuersatz von 36,5 sondern von 25 Prozent gelten.

Die zweite Stufe - derzeit gültig für Einkommensteile zwischen 25.000 und 60.000 Euro brutto und mit 43,2 Prozent besteuert - soll bereits bei 16.000 Euro greifen. Der Steuersatz soll bei 35 Prozent liegen. Diese zweite Stufe soll bis zu einem Einkommen von 25.000 Euro brutto reichen.

Darüber plant die SPÖ drei weitere Stufen: Der dritte Steuersatz soll von 25.000 bis 35.000 Euro gelten, diese Einkommensteile mit 40 Prozent besteuert werden. Die geplante vierte Stufe soll von 35.000 bis 60.000 gelten, hier wünscht sich die SPÖ einen Steuersatz von 45 Prozent. Für alle Einkommensteile über 60.000 Euro soll wie gehabt der Höchststeuersatz von 50 Prozent gelten. Damit werden „mehr als vier Millionen Menschen steuerlich entlastet“, sagte Faymann in der „Kronen Zeitung“.

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Kosten soll das Paket drei Milliarden Euro. Finanziert werden sollen die Pläne zu 40 Prozent über eine Stärkung der Kaufkraft. Weitere 500 Mio. Euro erwartete sich Faymann laut „Kleine“ durch die von der SPÖ geplanten Millionärsabgabe (Vermögens-, Schenkungs- und Erbschaftssteuern ab einer Mio. Euro). Mit Mehreinnahmen rechnet der Kanzler auch durch das Wirtschaftswachstum sowie Verwaltungseinsparungen. (APA)