Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 10.04.2014


Botschafterin in Kiew

Osttirolerin wird Österreich in der Ukraine vertreten

Diplomatin Hermine Poppeller aus Ainet wird Botschafterin in Kiew. „Eine spannende Aufgabe in einem nicht einfachen Umfeld“, sagt sie.

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© Fotostream des Außenministeriums



Von Catharina Oblasser

Ainet, Wien – Mit Mut hat das nichts zu tun, meint Hermine Poppeller, die bald eine äußerst herausfordernde Aufgabe übernehmen wird. Außenminister Sebastian Kurz wird die Aineterin als österreichische Botschafterin in die Ukraine schicken. Das wurde vor wenigen Tagen bekannt.

„Für mich ist das eine sehr spannende Herausforderung“, sagt die Diplomatin im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung. „Sicher ist die Situation dort nicht einfach. Die weiteren Entwicklungen in der Ukraine werden von enormer Bedeutung für ganz Europa sein, sowohl politisch als auch wirtschaftlich.“

Wann die Reise Richtung Kiew losgeht, weiß Poppeller noch nicht. „Das steht noch nicht fest.“ Dass die Wahl auf sie gefallen ist, erklärt sich die Diplomatin mit ihrer fachlichen Qualifikation und ihrer langen Erfahrung. Hermine Poppeller, geboren 1958, kennt viele Länder aus eigener Anschauung. Nach dem Studium der Germanistik und Romanistik in Innsbruck war sie Universitätslektorin in Korea, später Botschaftsrätin im kanadischen Ottawa und in Budapest. Von 2003 bis 2007 leitete sie als Generalkonsulin das Österreichische Generalkonsulat und das Kulturforum in Krakau (Polen). Nächster Karriereschritt: 2007 wurde Poppeller Botschafterin in Riga, Lettland. Seit Jänner 2012 ist sie wieder in Wien.

Urlaube in der Osttiroler Heimat, um die Eltern und Verwandten zu besuchen, sind berufsbedingt spärlich. „Ich komme nicht so oft nach Osttirol, wie ich es gerne möchte“, bedauert die Aineterin, die mit fünf Geschwistern aufgewachsen ist. Ein Bruder ist übrigens Karl Poppeller, Aineter Bürgermeister und Vorstand der Felbertauernstraßen AG.