Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 27.08.2016


Innsbruck

Ansturm auf Mietzinsbeihilfe

Die generelle Lage am Innsbrucker Wohnungsmarkt bleibt angespannt. (Symbolfoto)

© Thomas BöhmDie generelle Lage am Innsbrucker Wohnungsmarkt bleibt angespannt. (Symbolfoto)



Innsbruck – Mit 1. September, also bereits am kommenden Donnerstag, treten für die Mietzinsbeihilfe in der Stadt verschärfte Regelungen in Kraft. Wie berichtet, hatte der Gemeinderat vor der Sommerpause in ungewohnter Eile die Wartepflicht zur Gewährung der Mietzinsbeihilfe von null auf drei Jahre Hauptwohnsitz in der Landeshauptstadt angehoben. Als Grund wurden nicht nur die steigenden Beihilfezahlungen, sondern auch eine fehlende landeseinheitliche Regelung genannt. Teile der SPÖ sowie die Grünen stimmten dagegen. Auch von Seiten des Landes kam ob der Anhebung viel Kritik.

Wie beinahe zu erwarten war, wird nun das Amt für Wohnungsservice kurz vor Beginn der neuen Regelung regelrecht gestürmt. Von Seiten der Stadt heißt es, dass zu Stoßzeiten bis zu 40 Antragsteller vor dem Amt warten würden, pro Tag gingen bis zu 150 Anmeldungen ein. Zum Vergleich: Bis Ende August waren im Vorjahr in Summe in etwa 6120 Anträge eingegangen, heuer hält man bereits bei 6980. Die tatsächlichen Auswirkungen seien aber noch nicht abschätzbar, da mit einem Rückgang der Anträge ab dem 1. September gerechnet wird. (mami)