Letztes Update am Fr, 26.08.2016 16:48

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Provinz Sirnak

Zahlreiche Tote und Verletzte bei PKK-Anschlag in Südost-Türkei

In einer Erklärung im Internet übernahm die auch in Europa verbotene PKK die Verantwortung für den Anschlag.

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Ankara – Bei einem Selbstmordanschlag mit einem Lastwagen sind am Freitag im Südosten der Türkei nach offiziellen Angaben elf Polizisten getötet worden. Zu der Attacke auf das Polizeihauptquartier im türkisch-syrischen Grenzort Cizre bekannte sich die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK. 78 Menschen wurden verletzt, darunter drei Zivilisten, wie die Behörden mitteilten.

Der Anschlag in Cizre reiht sich in eine Serie von Attacken der PKK ein, seitdem ein Waffenstillstand vor gut einem Jahr scheiterte. Das dreistöckige Polizeigebäude wurde durch die Detonation schwer beschädigt. In einer Erklärung im Internet übernahm die auch in Europa verbotene PKK die Verantwortung für den Anschlag.

Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte, die Türkei werde noch entschiedener im eigenen Land und im Ausland gegen Terroristen vorgehen. Ähnlich äußerte sich der türkische Premier. Cizre liegt in der vor allem von Kurden bewohnten Provinz Sirnak, die an Syrien und an den Irak grenzt.

Vor wenigen Tagen hatte die Türkei mit Hubschraubern, Panzern und Spezialeinheiten eine Offensive in Nordsyrien gestartet. Ziel des Vormarsches ist es, die IS-Miliz aus dem syrischen Grenzort Jarablus zu vertreiben. Zugleich soll so verhindert werden, dass sich die kurdische YPG-Miliz westlich des Euphrat ausbreitet und weitere Teile der syrischen Grenzregion zur Türkei unter ihre Kontrolle bringt. Am Freitag schickte die Türkei erneut vier Panzer als Verstärkung nach Syrien, wie ein AFP-Fotograf berichtete. (APA/Reuters/AFP)