Letztes Update am Mo, 16.04.2018 07:19

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Timbuktu

15 Aufständische bei Angriff auf UNO-Stützpunkt in Mali getötet

Einigen Aufständischen war es gelungen, als Blauhelmsoldaten verkleidet auf das Militärgelände in der Nähe des Flughafens von Timbuktu vorzudringen.

 Blauhelmsoldaten am UNO-Stützpunkt in Timbuktu.

© AFP Blauhelmsoldaten am UNO-Stützpunkt in Timbuktu.



Timbuktu – Bei dem Angriff auf einen UNO-Stützpunkt im malischen Timbuktu vom Wochenende sind nach Angaben der französischen Streitkräfte rund 15 Angreifer getötet worden. Einige der Aufständischen seien außerhalb der Militärbasis getötet worden, sagte ein Sprecher der französischen Armee am Sonntag.

Einigen von ihnen war es gelungen, als Blauhelmsoldaten verkleidet auf das Militärgelände in der Nähe des Flughafens von Timbuktu vorzudringen. Ihr Ziel, maximalen Schaden anzurichten, hätten sie aber verfehlt, sagte der Sprecher. Bei dem groß angelegten und rund vier Stunden andauernden Angriff war nach UNO-Angaben ein Blauhelmsoldat getötet worden. Sieben Blauhelmsoldaten sowie zwei Zivilisten wurden verletzt.

Sieben französische Soldaten verletzt

Die französische Armee erklärte, sieben ihrer Soldaten seien verletzt worden. Die malischen Behörden hatten zunächst von Dutzenden verletzten französischen Soldaten gesprochen.

Die Vereinten Nationen haben 13.000 Soldaten und Polizisten in Mali stationiert, viele von ihnen im unruhigen Norden des afrikanischen Krisenstaates.

Mehrere überwiegend islamistische Gruppierungen hatten 2012 die Kontrolle über den Norden des Landes übernommen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten und Tuareg-Rebellen zurück. Frankreich hat im Zuge der „Operation Barkhane“ etwa 4000 Soldaten in der Sahelzone stationiert.

Die UNO-Friedenstruppe MINUSMA soll einen 2015 geschlossenen Waffenstillstand überwachen. Die Mission, an de auch drei Bundesheer-Soldaten teilnehmen, werden immer wieder Ziel von Angriffen. An der EU-Trainingsmission in Mali (EUTM) ist Österreich mit neun Soldaten beteiligt. (APA/AFP)