Letztes Update am Di, 26.06.2018 09:05

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Atomstreit

Präsident Rouhani bekräftigt Recht auf Uran-Anreicherung

Sein Land werde dem US-Druck nicht nachgeben, sondern seine Unabhängigkeit und islamischen Werte verteidigen, erklärte der iranische Präsident in einer Fernsehansprache.

Das Atomabkommen vom Juli 2015 ist für den Iranischen Präsidenten Hassan Rouhadi "in keinster Weise verhandelbar".

© AFPDas Atomabkommen vom Juli 2015 ist für den Iranischen Präsidenten Hassan Rouhadi "in keinster Weise verhandelbar".



Teheran – Der iranische Präsident Hassan Rouhani betont das Recht seines Landes, Uran für friedliche Zwecke anzureichern. Er kritisiert den Ausstieg der USA aus dem Atomvertrag mit dem Iran. Die Entscheidung von Präsident Donald Trump sei „entsetzlich und illegal“, sagte Rouhani am Dienstag in einer Fernsehansprache. Sie schade dem weltweiten Ansehen der USA.

Sein Land werde dem US-Druck nicht nachgeben, sondern seine Unabhängigkeit und islamischen Werte verteidigen. Der Iran habe das Recht, Uranium für friedliche Zwecke anzureichern.

Die USA haben das 2015 geschlossene Atomabkommen mit dem Iran im Mai einseitig aufgekündigt und wollen neue Sanktionen verhängen. Die Regierung in Washington hat auch Unternehmen in anderen Staaten mit Strafmaßnahmen gedroht, die trotzdem weiter mit der Islamischen Republik Geschäfte machen. (APA/Reuters)