Letztes Update am So, 10.03.2019 09:00

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Konflikte

Venezuela-Krise: 15 Dialyse-Patienten starben während Stromausfalls

Aufgrund des seit Donnerstag anhaltenden Stromausfalls hätten die Nierenpatienten sich nicht einer Dialyse unterziehen können.

Der gigantische Stromausfall legt seit dem späten Donnerstagnachmittag fast ganz Venezuela lahm.

© APA/AFP/CRISTIAN HERNANDEZDer gigantische Stromausfall legt seit dem späten Donnerstagnachmittag fast ganz Venezuela lahm.



Caracas – Durch den massiven Stromausfall in Venezuela sind nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation 15 Dialyse-Patienten gestorben. Neun Todesfälle habe es im Bundesstaat Zulia gegeben, zwei weitere im Bundesstaat Trujillo und vier in der Hauptstadt Caracas, sagte der Chef der Gesundheitsorganisation Codevida, Francisco Valencia, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP.

Aufgrund des seit Donnerstag anhaltenden Stromausfalls hätten die Nierenpatienten sich nicht einer Dialyse unterziehen können.

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro hat indes einen neuen Cyberangriff dafür verantwortlich gemacht, dass die Stromversorgung im Land auch weiterhin nicht wiederhergestellt werden konnte. Die Versorgung mit Elektrizität sei bereits zu fast 70 Prozent sichergestellt gewesen, als es am Samstag „eine weitere Cyberattacke“ gegeben habe, sagte Maduro vor tausenden Anhängern in der Hauptstadt Caracas. „Das hat alles zunichte gemacht, was wir erreicht haben.“

Der gigantische Stromausfall legt seit dem späten Donnerstagnachmittag fast das gesamte Land lahm. Während in einigen Gegenden die Versorgung am Samstag zumindest vorübergehend wiederhergestellt wurde, blieben andere Regionen weiter ohne Strom.

Die genaue Ursache für den Stromausfall ist bisher unklar. Kommunikationsminister Jorge Rodriguez machte am Freitag einen „Cyberangriff“ auf das Kontrollsystem des Wasserkraftwerks Guri verantwortlich, das 80 Prozent des Stroms für das Land produziert. Maduro warf den USA vor, einen „Stromkrieg“ gegen sein Land zu führen. (APA/AFP)




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