Letztes Update am Do, 01.08.2019 19:15

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Afrika

Mehr als 70 Tote bei Kämpfen mit Islamisten im Nordosten Nigerias

Die Islamistengruppe Iswap griff eine Militärstellung im Nordosten Nigerias an. Mehr als 70 Menschen wurden getötet.

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Kano – Bei Kämpfen zwischen der Armee und Islamisten sind im Nordosten Nigerias mehr als 70 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien mindestens 25 Soldaten und 47 Islamisten, hieß es am Donnerstag aus Militärkreisen. Angehörige der IS-nahen Miliz Islamischer Staat Provinz Westafrika (Iswap) reklamierten den Angriff auf eine Stellung am Tschad-See für sich.

Mehreren Militärquellen zufolge wurde der Angriff der Iswap-Kämpfer auf die Stellung am Ufer des Sees nahe der Stadt Baga Anfang der Woche zurückgeschlagen. Auf der Flucht seien die Islamisten auf Spezialkräfte der Armee gestoßen, die aus der Regionalhauptstadt Maiduguri geschickt worden waren. Dabei wurden demnach zahlreiche Kämpfer getötet.

Nach Angaben des US-Unternehmens Site, das auf die Überwachung islamistischer Websites spezialisiert ist, reklamierte Iswap den Angriff für sich.

Weiterer Angriff auf Militärbasis Benisheik

Sie habe 15 Soldaten getötet, aber keine Todesopfer innerhalb der eigenen Reihen zu beklagen, erklärte die Islamistengruppe. Auch habe es einen weiterer Angriff auf die Militärbasis Benisheik gegeben, bei dem weitere 25 Soldaten der nigerianischen Armee getötet worden seien. Ob ein zweiter Angriff stattgefunden hatte, konnte die Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht verifizieren.

Iswap-Kämpfer hatten zuletzt ihre Aktivitäten in den Bundesstaaten Borno und Yobe ausgeweitet und mehrere Kontrollposten und Stützpunkte attackiert. Die IS-nahe Jihadistenmiliz entstand 2016 als Unterorganisation von Boko Haram.

Boko Haram kämpft seit Jahren gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Bei Angriffen der Gruppe und Einsätzen der Armee gegen die Extremisten wurden bereits mehr als 27.000 Menschen getötet, 1,8 Millionen Menschen mussten flüchten. (APA/AFP)


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