Letztes Update am Sa, 28.09.2019 20:20

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bürgerkrieg

Syrische Regierung will Terroristen „ausrotten“

„Wir sind entschlossen, unseren Kampf gegen den Terrorismus in jeder Form fortzusetzen, bis wir die letzten verbliebenen Terroristen ausgerottet haben“, sagte Außenminister Walid al-Muallem am Samstag vor der UN-Vollversammlung in New York.

(Symbolbild)

© AFP(Symbolbild)



New York – Syrien hat seine Absicht bekräftigt, alle Gebiete unter Kontrolle von Rebellen in dem Bürgerkriegsland zu erobern. „Wir sind entschlossen, unseren Kampf gegen den Terrorismus in jeder Form fortzusetzen, bis wir die letzten verbliebenen Terroristen ausgerottet haben“, sagte Außenminister Walid al-Muallem am Samstag vor der UN-Vollversammlung in New York.

In Idlib gebe es die größte Gruppe ausländischer Terrorkämpfer auf der Welt. Diese griffen Zivilisten an und benutzten sie als menschliche Schutzschilde, so Al-Muallem.

Syriens Machthaber Bashar al-Assad hatte Ende April - unterstützt von der russischen Luftwaffe - eine große Offensive gegen Rebellen in den Provinzen Hama und Idlib gestartet. Unter den Aufständischen im Nordwesten befinden sich auch viele islamistische Kämpfer. In dem Gebiet leben schätzungsweise drei Millionen Zivilisten. Westliche Länder, drunter Deutschland, werfen Damaskus vor, mit Angriffen teilweise gegen medizinische Einrichtungen auch immer wieder Zivilisten zu töten.

Die Vereinten Nationen starten angesichts dieser Angriffe am Montag eine Untersuchung. Geführt wird die neue Kommission von dem nigerianischen Generalleutnant Chikadibia Obiakor. Eine UN-Resolution für eine Waffenruhe in Idlib war zuletzt an den Vetos Russlands und Chinas vor dem Sicherheitsrat gescheitert.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Al-Muallem nannte die Präsenz US-amerikanischer und türkischer Truppen in Syrien zudem unrechtmäßig und forderte ihren Abzug: „Alle ausländischen Kräfte, die ohne Erlaubnis in unserem Territorium operieren, sind Besatzungstruppen und müssen sich sofort zurückziehen“. Gegenüber im Ausland lebenden syrischen Flüchtlingen bekräftigte der Außenminister, dass die Tür für ihre Rückkehr offen stehe. Mehr als acht Jahre nach dem Beginn des verheerenden Krieges fürchten viele Oppositionelle Vergeltung der Regierung, falls sie wieder in ihr Heimatland einreisen sollten. (APA/dpa)




Kommentieren


Schlagworte


Mehr Artikel aus dieser Kategorie

Tausende Familien flüchten derzeit aus der Kampfzone.Türkische Offensive
Türkische Offensive

Fast 200.000 aus Nordsyrien geflohen, Caritas bittet dringend um Spenden

Der türkische Einmarsch in Syrien hat bereits Tausende Familien in die Flucht getrieben, vielen Menschen fehlt es am Nötigsten. Hilfsorganisationen wie die C ...

Türkische Truppen in Nordsyrien.Türkische Offensive
Türkische Offensive

„Trumps Saigon“: Das weltpolitische Fiasko des US-Präsidenten

Mit Sanktionen will US-Präsident Trump den Stopp der türkischen Offensive in Nordsyrien erzwingen. Dabei hat er selber den umstrittenen Einmarsch überhaupt e ...

Die Offensive der Türkei gegen Kurden in Nordsyrien löst international Empörung aus.Syrien-Offensive
Syrien-Offensive

USA verhängen Sanktionen gegen Türkei, Erdogan will IS-Kämpfer stoppen

Washington fordert eine sofortige Waffenruhe in Nordsyrien, verhängt Sanktionen gegen türkische Minister und kündigt Strafzölle an. Präsident Erdogan gibt si ...

Tausende Unabhängigkeitsbefürworter protestierten am Flughafen von Barcelona.Spanien
Spanien

Separatisten-Urteile: Verletzte bei Protesten am Flughafen Barcelona

Seit der Bekanntmachung der Urteile gegen die Anführer der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung am Morgen gab es in ganz Katalonien Proteste.

Etwa 1000 US-Soldaten verlassen Syrien - nur 150 bleiben im Süden stationiert.Konflikte
Konflikte

Türkei-Offensive: US-Truppen in Nordsyrien erhalten Befehl zum Abzug

Angesichts der türkischen Militäroffensive gegen die syrischen Kurden verlassen etwa 1000 US-Soldaten das Land. Nur ein kleines Kontingent bleibt stationiert ...

Weitere Artikel aus der Kategorie »