Letztes Update am Di, 12.11.2019 08:06

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Israel/Gaza

Israel: „Erheblicher“ Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen

Bei einem israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen war zuvor ein Anführer der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Jihad getötet worden.

Rauch steigt über Israel nach dem Raketenbeschuss auf.

© AFPRauch steigt über Israel nach dem Raketenbeschuss auf.



Jerusalem – In Israel hat es am Dienstagvormittag nach Armeeangaben „erheblichen“ Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen gegeben. Die israelischen Streitkräfte stellten sich auf mehrtägige Auseinandersetzungen ein, sagte Armeesprecher Jonathan Cornicus. Bei einem israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen war zuvor ein Anführer der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Jihad getötet worden.

„Es gibt erheblichen Beschuss“ aus dem Gazastreifen, sagte Cornicus. Raketen schlugen demnach im Süden Israels ein. In der Küstenmetropole Tel Aviv heulten Sirenen auf.

Wenige Stunden vor dem Raketenbeschuss hatte die israelische Armee einen Angriff auf das Haus eines Anführers der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Jihad im Gazastreifen bekannt gegeben. Nach Angaben der Organisation wurden dabei der Anführer Baha Abu al-Ata sowie dessen Ehefrau getötet. In Gaza-Stadt wurde Atas Tod über die Lautsprecher von Moscheen verkündet.

Keine Rückkehr zu gezielten Tötungen

Armeesprecher Cornicus betonte, dass die Tötung Atas keine Rückkehr zur umstrittenen Politik gezielter Tötungen von Feinden Israels darstelle. „Dieser israelische Angriff ist kein Hinweis auf einen Wechsel in der israelischen Politik“, so Cornicus. Dies sei eine einzigartige Aktion gewesen, um „eine direkte Bedrohung“ abzuwenden.

Die israelische Armee warf Ata vor, hinter mehreren Raketenangriffen auf Israel zu stecken und weitere Anschläge zu planen. Ata nannte sie eine „tickende Zeitbombe“. Er sei „verantwortlich für die meisten Terroranschläge aus dem Gazastreifen im vergangenen Jahr“. An dem Militäreinsatz war nach Armeeangaben auch der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet beteiligt. (APA/AFP/dpa)