Letztes Update am Di, 03.09.2013 19:16

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ägypten

Militärgericht verurteilte 52 Muslimbrüder zu Haftstrafen

Die Muslimbrüder waren angeklagt, Mitte August Streitkräfte in Suez unter anderem mit Schüssen angegriffen zu haben.

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© EPA FILES



Kairo – Ein ägyptisches Militärgericht hat am Dienstag 52 Anhänger der Muslimbruderschaft zu teils langjährigen Haftstrafen verurteilt. Wie aus Militärkreisen verlautete, wurde ein Mitglied der islamistischen Bewegung zu lebenslanger Haft verurteilt, drei Muslimbrüder sollen nach dem Willen des Gerichts 15 Jahre hinter Gitter, 48 weitere Angeklagte erhielten Gefängnisstrafen zwischen fünf und zehn Jahren.

Die Muslimbrüder waren angeklagt, Mitte August Streitkräfte in Suez unter anderem mit Schüssen angegriffen zu haben. Zwölf Angeklagte wurden freigesprochen. Die Armee hatte zuvor von lebenslangen Haftstrafen für elf Muslimbrüder in dem Prozess gesprochen, korrigierte diese Angaben später aber.

Es waren die ersten Urteile gegen Mitglieder der Organisation seit dem Sturz des aus ihren Reihen hervorgegangenen Präsidenten Mohammed Mursi am 3. Juli. Sein Sturz hatte zu einer Erhebung der Muslimbrüder gegen die Sicherheitskräfte und die Gegner des Präsidenten geführt. Im Zuge der Niederschlagung der Proteste wurde inzwischen nahezu die gesamte Führungsriege der Muslimbrüder festgenommen.

Mursi selbst wurde wegen Anstiftung zum Mord angeklagt. Er soll sich wegen des Todes mehrerer Demonstranten bei Protesten von Mursi-Gegnern im Dezember 2012 vor Gericht verantworten. (APA/AFP)

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