Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 28.08.2015


Natters

Taxiaffäre: „Das ist Moisis Privatsache“

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© TT/Thomas BöhmSymbolfoto.



Innsbruck – Nicht unkommentiert möchte SPÖ-Landesparteivorsitzender Ingo Mayr den Wirbel rund um eine Taxifahrt von SPÖ-Bürgermeister Stefan Moisi aus Natters lassen. Wie berichtet, wirft ein Innsbrucker Taxi­fahrer mit russischer Herkunft dem roten Dorfchef vor, ihm gegenüber rassistische und beleidigende Aussagen getätigt sowie sich respektlos verhalten zu haben. Moisi hingegen sagt, die Taxifahrt sei „tadellos“ verlaufen. „Es steht zwar Aussage gegen Aussage und ich möchte aus der Ferne kein Urteil sprechen. Dennoch muss ich unbedingt und ohne Rücksicht auf Verluste klarstellen, dass die Wortwahl, die BM Moisi benutzt haben soll, in der SPÖ Tirol keinen Platz hat“, teilt Mayr mit.

Für SPÖ-Landesgeschäftsführer Georg Dornauer handelt es sich bei den Vorwürfen hingegen um eine „Privatangelegenheit von Stefan Moisi“. Wer im Recht ist – der Taxilenker oder der Bürgermeister –, sei nicht zu belegen. Für eine Beweisführung müssten rechtliche Schritte eingeleitet werden, erklärt Dornauer sen.

Stefan Moisi ist erst seit einem Jahr wieder SPÖ-Mitglied. Moisi hatte 2012 die Partei verlassen, nachdem er aus den eigenen Reihen heftige Kritik für sein öffentliches Eintreten für BM Christine Oppitz-Plörer im Vorfeld der Innsbrucker Gemeinderatswahl einstecken musste. (dd)