Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 20.02.2016


Kufstein

Mehr Sicherheit in Kufstein

NR Hannes Rauch hat mit der Innenministerin eine Sicherheitsoffensive vereinbart.

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© BMI/Tuma



Von Michael Mader

Kufstein – Erfreuliches Ergebnis eines Arbeitsgesprächs von Nationalrat und Bürgermeisterkandidat Hannes Rauch (ÖVP) mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner am Donnerstagabend. „Noch im Februar startet die Polizei in Tirol eine Sicherheitsoffensive in Kufstein“, stellt Mikl-Leitner klar.

Rauch präzisiert: „Wir haben vereinbart, dass die Bundespolizei ab sofort mehr Fußstreifen im Stadtgebiet machen wird und damit mehr Präsenz auf der Straße zeigt. Wir haben nämlich gesehen, dass die Sicherheit ein Thema in Kufstein ist und die Stadtpolizei meiner Meinung nach nicht effizient genug eingesetzt wird.“ Des Weiteren habe er die Innenministerin gebeten, die Polizei anzuweisen, bei aggressivem Betteln in der Festungsstadt verstärkt einzugreifen. Gleichzeitig setzt man aber auch auf Prävention: „Das Landeskriminalamt Tirol wird mit einem Infostand für Präventionstipps in den nächsten Wochen vor Ort sein und praktische Tipps zur Verhinderung von Straftaten geben. Denn wir wissen: Rund 60 Prozent der Straftaten können durch richtiges Verhalten im Vorfeld verhindert werden“, heißt es aus dem Innenministerium. Rauch hat sich im Gespräch mit der Innenministerin auch für eine Personalauftstockung der Polizei in Kufstein starkgemacht. „Ich habe daher der Landespolizeidirektion Tirol den Auftrag erteilt, in den nächsten Monaten eine mögliche Aufstockung des Personalstandes der Polizei in Kufstein zu prüfen“, sagt Mikl-Leitner.

Bürgermeister Martin Krumschnabel (Parteifreie) freut sich über mehr Polizeipräsenz in Kufstein: „Wir werden uns in der Realität anschauen, wie das funktioniert. Vielleicht wird uns dann auch die geplante Videoüberwachung an bestimmten Orten genehmigt.“ Auch die Stadtpolizei sei ja angewiesen worden, gegen aggressives Betteln vorzugehen. „Gerade heute ist die erste Anzeige gegen einen Bettler eingegangen“, berichtet Krumschnabel.