Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 24.02.2016


Imst

PV-Anlage sorgt für Unruhe am Mieminger Plateau



Wildermieming – Drei Listen und mit BM Klaus Stocker sowie Matthias Fink zwei Bürgermeisterkandidaten buhlen in Wildermieming um die Stimmen. An sich liegen die Themen auf der Hand: Kinderbetreuung und Pflege werden bei allen großgeschrieben. Und auch was die Zukunft des Tiefbrunnens in der „Salche“ betrifft, ist man sich in Wildermieming einig. Stocker: „Bis jetzt war die Qualität der 110 Sekundenliter für Telfs immer in Ordnung.“ Umso schwerer wiegt nun die geplante Ausdehnung des Wasserschutzgebietes, die mit Auflagen für 800 ha in Wildermieming einhergehen würde. „Das ist ein Streit der Gutachter, der seit Jahren geht“, so der Dorfchef.

Wo sich allerdings die Meinungen im Dorf teilen, das sind zwei geplante landwirtschaftliche Lagerhallen samt PV-Anlage im Freiland. Zuletzt machte ein anonymes Schreiben die Runde, wonach der Bürgermeister hier ohne Widmung die Frau eines Gemeinderates bediene. „Ja, es gab hier Kritik an meiner Vorgangsweise“, so Stocker. Allerdings verweist er darauf, dass er einen vorläufigen Baubescheid erlassen habe, der an die Bedingung einer Umwidmung gekoppelt sei.

Der Dorfchef sicherte sich jedenfalls in der Gemeindeabteilung des Landes ab. „Diese Bedingung soll den Abschluss des Baubewilligungsverfahrens ermöglichen, hindert jedoch den Baubeginn bis zum Eintritt dieser Bedingung, also bis zum Eintritt der Rechtskraft der Widmung“, heißt es in der Rechtsauskunft des Landes. Stocker verweist nun auf das mehrstufige Widmungsverfahren. (pascal)