Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 27.08.2016


Flüchtlinge

Nächster Schritt: Integration

In Alpbach treffen sich Bürgermeister aus ganz Österreich zum Erfahrungsaustausch.

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© Europäisches Forum Alpach



Alpbach – Im Sommer 2015 erreichte die Flüchtlingskrise in Europa ihren Höhepunkt. Damals reagierte der Präsident des Europäischen Forums Alpbach, Franz Fischler, auf die Entwicklungen und lud kurzfristig Bürgermeister, Gemeindevertreter und Experten zu einem Vernetzungstreffen nach Alpbach. Ziel der Veranstaltung war der direkte Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Suche nach Möglichkeiten, Unterkünfte für Schutzbedürftige in Österreich zu schaffen. Aufgrund des großen Interesses und Erfolgs fanden im Laufe der folgenden Monate drei weitere Vernetzungstreffen statt. Am Freitag kommende Woche kehrt das Format an seine Ursprungsstätte nach Alpbach zurück.

„Mit oder ohne Geflüchtete: Das Zusammenleben in der Gemeinde geht uns alle an. Entscheidungsträger brauchen allerdings das nötige Know-how und Netzwerk, um die Rahmen und Strukturen dafür zu ermöglichen“, erklärt Franz Fischler den Grund für die Fortsetzung der Treffen, die das Forum in Kooperation mit dem Österreichischen Gemeindebund und dem Verein „Österreich hilfsbereit“ veranstaltet. In den vergangenen Monaten sei es vor allem darum gegangen, den Menschen aus den Krisengebieten eine adäquate Unterbringung zu ermöglichen. Jetzt stünden der Erwerb der deutschen Sprache, Arbeitsmöglichkeiten, Bildung und andere Lebensbereiche im Mittelpunkt, damit Integration gelingen kann.

Im Vordergrund der Veranstaltung wird die Integration am Arbeitsmarkt stehen. AMS-Chef Johannes Kopf wird das Treffen, eröffnen und sich gemeinsam mit Experten und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen in Kleingruppen in die Diskussionen mit den Gemeindevertretern einbringen. „Wir möchten sichtbar machen, was in Österreich von Initiativen alles geleistet wird, und laden alle Bürgermeister/ -innen herzlich ein, nach Alpbach zu kommen, um sich auszutauschen und gemeinsam Strategien für das Zusammenleben in den Gemeinden zu erarbeiten“, erklärt Fischler. Interessierte Gemeindevertreter können sich unter www.gemeindebund.at/anmeldung anmelden. Das Treffen findet am 2. September von 12 Uhr bis 17.30 Uhr statt. (np, TT)