Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 22.09.2016


Bezirk Reutte

Scheiteltunnel für LA Zwölfer nur ein „Kleinklein-Murks“

© Impuls-TirolLA Maria Zwölfer hält nichts von der Strategie des Landes in Sachen Fernpass. Foto: Impuls Tirol



Reutte – Die Impuls-Parteichefin Maria Zwölfer kann sich den Forderungen einer Allianz aus einer Großzahl der Westtiroler Bürgermeister, WK-Obleuten und den VP-Politikerinnen Ledl-Rossmann und Pfurtscheller nur bedingt anschließen. Die Forderung nach einem Bau des Tschirganttunnels sei okay, der Fernpassscheiteltunnel hingegen ein teurer „Kleinkleinmurks“, der mehr Probleme schaffe, als irgendetwas löse. Der Scheiteltunnel sei eine sinnentleerte Minilösung, die statt zwei dann künftig eben drei Blockabfertigungen an jedem der Tunnel bedinge. Sollte der Tschirganttunnel kommen, sei der Bezirk Reutte mit dem kleinen Fernpass-Scheiteltunnel für Jahrzehnte abgestraft. „Denn dann ist nur noch das Stück zwischen Nassereith und Vils autobahnfrei.“

Die B 179 sei im Sommer der Stauführer Österreichs gewesen. Sie plädiert weiter für einen Großtunnel von Bichlbach bis Nassereith und dann weiter durch den Tschirgant. „Dass kein Geld dafür da ist, stimmt so nicht. Das ist einfach eine Frage der Prioritätensetzung.“ Zwölfer bringt das Bild einer Kette. Sie reißt beim schwächsten Glied. Das werde der Fernpass samt Scheiteltunnel bleiben, wenn er nicht großzügiger umgangen werde. Die Landtagsabgeordnete glaubt dem Land auch nicht, dass 7,5-Tonnen-Tonnagebeschränkung halten werde. (hm)