Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 28.02.2017


Bezirk Reutte

Ledl-Rossmann: Zwölfer lanciert falsche Gerüchte

© thomas boehm



Reutte – „Der Verkehr ist bei uns im Außerfern ein Riesenproblem, keine Frage. Aber mit dem Verbreiten von falschen Gerüchten wird die Situation nicht besser“, spricht VP-Bundesrätin Sonj­a Ledl-Rossmann einer Aussage von LA Maria Zwölfer den Wahrheitsgehalt ab. Die Parteiobfrau von „impuls-tirol“ hatte im TT-Interview erklärt, dass die 7,5-Tonnen-Tonnage-Ziel- und -Quellverkehrsbeschränkungen für die großen Brummer dauernd damit umgangen würden, indem ein einziges Päckchen für einen Zustellungsort in der Region mitgeführt werde. Nach Ledl-Rossmanns Recherche bei der Polizei sei diese Behauptung durch nichts haltbar. „Das Zu- oder Abladen einer im Vergleich zum Transportgut untergeordneten Warenmenge im Gebiet des Ziel- oder Quellverkehrs begründet nämlich keinen Ausnahmetatbestand vom Fahrverbot. Berufungen gegen diese Regelung wurden von den Gerichten bereits mehrfach abgewiesen“, stellt Ledl-Rossmann klar. Die Diskussion um den Verkehr im Außerfern sei bereits emotional genug, man müsse sie nicht auch noch „mit falschen Gerüchten“ befeuern, will Ledl-Rossmann zu harten Fakten zurückkehren.

Ein solches Faktum sei auch, dass der Schwerverkehr über den Fernpass mit nahezu 2000 Kontrollstunden im Jahr genauer und umfassender kontrolliert werde als an jedem anderen Pass Tirols. Ledl-Rossmann: „Den Kampf für eine verkehrstechnische Entlastung des Außerferns können wir nur zusammen gewinnen – parteiübergreifend, mit Polizei, Gemeinden und der Bevölkerung. Ich bin weiterhin überzeugt, dass die Kombination von Fernpassscheitel- und Tschirganttunnel die beste und realistischste Variante ist, um die Situation zu entschärfen.“ (TT, hm)