Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 15.03.2017


Innsbruck-Land

Zirler Berg: “Lkw-Fahrverbot muss evaluiert werden“

© thomas boehmDas Transitforum tritt dafür sein, bei Schutzmaßnahmen wie Lkw-Fahrverboten den Aspekt der Gesundheit stärker zu berücksichtigen.Foto: Böhm



Zirl – Das Transitforum Austria-Tirol und die Zirler Vizebürgermeisterin Iris Zangerl-Walser (Zukunft Zirl – VP) haben sich mit ihrer Forderung nach einer Evaluierung des Lkw-Fahrverbotes auf der B 177 Seefelder Straße samt Zirler Berg nun direkt an Klaus Kiechl, Leiter der Abteilung Verkehr in der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck, gewandt. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) sehe eine derartige Überprüfung „mindestens alle fünf Jahre vor“, argumentiert Transitforum-Obmann Fritz Gurgiser. Der Ziel- und Quellverkehr ist von dem seit Ende 2007 bestehenden Lkw-Fahrverbot ausgenommen – das Transitforum fordert eine deutliche Reduktion dieser Ausnahmebewilligungen. Jüngster Anlass für die Forderung sind die vieldiskutierten Lkw-Fahrten mit Tunnelaushubmaterial über den Zirler Berg.

In einer Gesamtbetrachtung vor der Festlegung von Ausnahmebewilligungen müssten auch „die Veränderungen im Bereich der gesundheitlichen Belastungen“ weit stärker als bisher berücksichtigt werden, so Gurgiser. Er verweist auf die „hohen Lärmbelastungen“, die etwa am Zirler Kalvarienberg gemessen worden seien. Neben den Anrainern leide auch der Tourismus unter den Belastungen. „Wir werden hier sicher nicht lockerlassen“, kündigt Gurgiser an. (TT, md)