Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 07.04.2017


Außerfern

Beistand für Tunnelwunsch in Leermos

© Mittermayr Helmut



Lermoos – Kaum die TT gelesen, griff die Landtagsabgeordnete Maria Zwölfer am Donnerstag zum Telefon, um sich „zu 100 Prozent hinter die Position der Gemeinde Lermoos zu stellen. Ich kann Bürgermeister Stefan Lagg nur vollinhaltlich unterstützen.“ Die Lermooserin meint damit den Wunsch von Gemeinderat und Dorfchef, beim anstehenden, bis zu zehn Meter hohen Hochwasserdamm, der genau auf der B 179 nahe bei der Auffahrt Reutte zu liegen käme, die bisherige Trasse beizubehalten und größtenteils zu untertunneln. Denn ein Vorschlag des Landes sieht eine Trassenvariante weiter südlich vor, die gleich nach dem Lermooser Tunnel massiv in die Höhe gezogen würde, um den Damm zu überbrücken. Hier befürchtet die Gemeinde eine starke optische Beeinträchtigung (etwa durch eine fast 100 Meter lange meterhohe Stützmauer) und zusätzlichen Lärm für die Ortsteile Gries, Unter- und Obergarten. Im Zuge des Millionenvorhabens, das Hochwasserereignissen und zwei Lawinenstrichen Rechnung trägt, soll die B 179 auch beim Rollenmühlgsteig nach Süden verlegt werden, um das dortige Gefälle zu reduzieren. Dadurch sollen Lkw im Winter künftig nicht mehr hängenbleiben.

Exakt hier endet die Unterstützung Zwölfers: „Ich habe den Verdacht, dass diese Maßnahme ein weiterer kleiner Schritt ist, um Lkw-Transit zu erleichtern und schließlich die 7,5-Tonnen-Beschränkung auf der B 179 zu Fall zu bringen.“ (hm)